<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?> <rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/" ><channel><title>DiaVIP-Archiv</title> <atom:link href="http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv</link> <description>Premium news</description> <lastBuildDate>Tue, 31 Jan 2012 14:44:14 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <item><title>Kurzstudie Umpierre et al. aus JAMA 2011; 305(17): 1790–1799</title><link>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/31/kurzstudie-umpierre-et-al-aus-jama-2011-30517-1790%e2%80%931799/</link> <comments>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/31/kurzstudie-umpierre-et-al-aus-jama-2011-30517-1790%e2%80%931799/#comments</comments> <pubDate>Tue, 31 Jan 2012 14:44:14 +0000</pubDate> <dc:creator>admin</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemeinmaßnahmen / Schulung]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/?p=183658377</guid> <description><![CDATA[Bewegungsberatung alleine oder strukturierte Trainingsprogramme und ihr Effekt auf die HbA1c-Werte von Typ-2-Diabetikern Hintergrund Regelmäßige Bewegung verbessert bei Diabetikern die Blutzuckerkontrolle und bildet neben der richtigen Ernährung und der medikamentösen Therapie den dritten Hauptpfeiler im Krankheitsmanagement. Ungeklärt ist jedoch, welchen Effekt die verschiedenen Arten von Trainingsinterventionen letztendlich auf die Blutzuckerwerte haben. Ziel der Studie Erstellung [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Bewegungsberatung alleine oder strukturierte<br /> Trainingsprogramme und ihr Effekt auf die<br /> HbA1c-Werte von Typ-2-Diabetikern<br /> Hintergrund<br /> Regelmäßige Bewegung verbessert bei Diabetikern<br /> die Blutzuckerkontrolle und bildet<br /> neben der richtigen Ernährung und der medikamentösen<br /> Therapie den dritten Hauptpfeiler<br /> im Krankheitsmanagement.<br /> Ungeklärt ist jedoch, welchen Effekt die verschiedenen<br /> Arten von Trainingsinterventionen<br /> letztendlich auf die Blutzuckerwerte haben.<br /> Ziel der Studie<br /> Erstellung einer systematischen Übersichtsarbeit<br /> und Durchführung einer Metaanalyse randomisierter<br /> kontrollierter klinischer Studien<br /> zum Zusammenhang zwischen strukturierten<br /> Trainingsprogrammen (Ausdauer-, Krafttraining<br /> oder beides) und Bewegungsberatung<br /> mit bzw. ohne gleichzeitige Diätempfehlungen<br /> und den HbA1c-Wert-Veränderungen bei Typ-<br /> 2-Diabetikern<br /> Patienten und Methoden<br /> ■ Suche in den Datenbanken MEDLINE,<br /> Cochrane-CENTRAL, EMBASE, ClinicalTrials.<br /> gov, LILACS und SPORTDiscus im<br /> Zeitraum Januar 1980 bis Februar 2011<br /> ■ Kriterien: Randomisierte kontrollierte Studien<br /> von mindestens 12 Wochen Dauer, in<br /> denen anhand einer Kontrollgruppe untersucht<br /> wurde, inwieweit strukturierte Trainingsprogramme<br /> (Ausdauer-, Krafttraining<br /> oder beides; geplant, individuell und überwacht)<br /> oder eine Bewegungsberatung bei<br /> Typ-2-Diabetikern die HbA1c-Werte zu senken<br /> vermögen<br /> ■ Auswahl und Qualitätsprüfung der Studien<br /> durch 2 unabhängige Reviewer<br /> ■ Berücksichtigung von 47 Studien (8.538<br /> Patienten) aus einer Menge von insgesamt<br /> 4.191 extrahierten Artikeln (23 zu strukturierten<br /> Trainingsprogrammen und 24 zur<br /> Bewegungsberatung):<br /> Σ Strukturiertes Ausdauer-Training (n = 848)<br /> Σ Strukturiertes Krafttraining (n = 261)<br /> Σ Beides in Kombination (n = 404)<br /> Σ Bewegungsberatung (n = 7.025)<br /> Ergebnisse<br /> ■ Patienten, die an strukturierten Trainingsprogrammen<br /> teilnahmen, zeigten im Vergleich<br /> zu den Kontrollgruppen eine Abnahme<br /> ihrer HbA1c-Werte (–0,67 %; 95 % KI<br /> –0,84 % bis –0,49 %).<br /> ■ Folgende Trainingsarten waren mit den folgenden<br /> HbA1c-Senkungen assoziiert (vs.<br /> Kontrollgruppen):<br /> Σ Strukturiertes Ausdauer-Training: –0,73%<br /> (–1,06 % bis –0,40 %; p < 0,001))<br /> Σ Strukturiertes Krafttraining: –0,57%<br /> (–1,14% bis –0,01 %; p < 0,001)<br /> Σ Beides in Kombination: –0,51 % (–0,79%<br /> bis –0,23 %; p < 0,001)<br /> ■ Strukturierte Trainingsprogramme von mehr<br /> als 150 min Dauer pro Woche waren mit<br /> HbA1c-Senkungen um –0,89 % (–1,26%<br /> bis –0,51 %; p < 0,001) und Programme<br /> von ≤ 150 min Dauer mit Reduktionen von<br /> –0,36 % (–0,50 % bis –0,23 %; p < 0,001)<br /> verbunden.<br /> ■ 24 Studien zeigten, dass Patienten, die<br /> eine Bewegungsberatung erhielten, generell<br /> niedrigere HbA1c-Werte aufwiesen als<br /> die jeweiligen Kontrollpatienten (–0,43 %;<br /> –0,59 % bis –0,28 %; p < 0,001).<br /> ■ Auch eine Bewegungsberatung mit gleichzeitigen<br /> Ernährungsempfehlungen war gegenüber<br /> den Kontrollen mit einer HbA1c-<br /> Wert-Reduktion verbunden (–0,58 %;<br /> –0,74 % bis –0,43 %; p < 0,007). Eine Bewegungsberatung<br /> ohne gleichzeitige Diätempfehlungen<br /> hatte jedoch im Vergleich<br /> © 2011<br /> Elsevier Professional Education,<br /> München<br /> diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> © 2011<br /> Elsevier Professional Education,<br /> München<br /> zur Kontrollgruppe keinerlei Effekt auf die<br /> Blutzucker-Langzeitwerte.<br /> Schlussfolgerung<br /> Ein mindestens 12-wöchiges strukturiertes<br /> Trainingsprogramm mit Ausdauer-, Krafttraining<br /> oder beidem in Kombination führte bei<br /> Typ-2-Diabetikern zu einer Verbesserung der<br /> HbA1c-Werte. Dabei wurde mit Trainingsprogrammen<br /> von mehr als 150 min Dauer pro<br /> Woche ein ausgeprägterer Nutzen erzielt als<br /> mit Programmen von kürzerer Dauer.<br /> Strukturierte Trainingsprogramme vermochten<br /> den Blutzucker-Langzeitwert effektiver zu senken<br /> als ein alleiniger ärztlicher Rat zu mehr<br /> körperlicher Bewegung.<br /> Blutzuckerwerte konnten mit einer Bewegungsberatung<br /> nur dann effektiv gesenkt werden,<br /> wenn gleichzeitig eine Ernährungsberatung<br /> erfolgte.<br /> Zusammenfassung basierend auf dem<br /> Originalartikel:<br /> Physical Activity Advice Only or Structured<br /> Exercise Training and Association With<br /> HbA1c Levels in Typ 2 Diabetes: A Systematic<br /> Review and Meta-analysis<br /> D. Umpierre, P.A.B. Ribeiro, C.K. Kramer,<br /> C.B. Leitão, A.T.N. Zucatti, M.J. Azevedo,<br /> J.L. Gross, J.P. Ribeiro, B.D. Schaan<a href='http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/wp-content/uploads/2012/01/diaVIP_Zsfsg_Umpierre.pdf'>diaVIP_Zsfsg_Umpierre</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/31/kurzstudie-umpierre-et-al-aus-jama-2011-30517-1790%e2%80%931799/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Kurzstudie Pan et al. aus The American Journal of Clinical Nutrition 2011; 94: 1088–1096</title><link>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/31/kurzstudie-pan-et-al-aus-the-american-journal-of-clinical-nutrition-2011-94-1088%e2%80%931096/</link> <comments>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/31/kurzstudie-pan-et-al-aus-the-american-journal-of-clinical-nutrition-2011-94-1088%e2%80%931096/#comments</comments> <pubDate>Tue, 31 Jan 2012 14:42:36 +0000</pubDate> <dc:creator>admin</dc:creator> <category><![CDATA[Pathophysiologie des Diabetes]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/?p=183658374</guid> <description><![CDATA[diaVIP_Zsfsg_Pan Der Zusammenhang zwischen dem Verzehr von rotem Fleisch und dem Risiko für Typ-2- Diabetes: 3 US-amerikanische Kohorten und eine aktualisierte Metaanalyse Hintergrund Als wichtigste Risikofaktoren für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes sind Adipositas und Bewegungsmangel bereits sicher etabliert, und auch der Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Nahrungsmitteln aus verarbeitetem rotem Fleisch und dem Diabetesrisiko ist [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/wp-content/uploads/2012/01/diaVIP_Zsfsg_Pan.pdf'>diaVIP_Zsfsg_Pan</a></p><p>Der Zusammenhang zwischen dem Verzehr<br /> von rotem Fleisch und dem Risiko für Typ-2-<br /> Diabetes: 3 US-amerikanische Kohorten und<br /> eine aktualisierte Metaanalyse<br /> Hintergrund<br /> Als wichtigste Risikofaktoren für die Entwicklung<br /> von Typ-2-Diabetes sind Adipositas und<br /> Bewegungsmangel bereits sicher etabliert,<br /> und auch der Zusammenhang zwischen dem<br /> Verzehr von Nahrungsmitteln aus verarbeitetem<br /> rotem Fleisch und dem Diabetesrisiko ist<br /> weitgehend erwiesen.<br /> Widersprüchlich sind jedoch zum Teil die Ergebnisse<br /> von Studien zum Zusammenhang<br /> zwischen unverarbeitetem rotem Fleisch und<br /> dem Diabetesrisiko. Auch wurde bis dato<br /> noch nicht untersucht, ob das Diabetesrisiko<br /> durch den Ersatz von rotem Fleisch durch vegetarische<br /> Nahrungsmittel gesenkt werden<br /> könnte.<br /> Ziel der Studie<br /> ■ Untersuchung des Zusammenhangs zwischen<br /> dem Verzehr von unverarbeitetem<br /> rotem Fleisch und Produkten aus rotem<br /> Fleisch (z. B. Schinken, Wurst) und dem<br /> Diabetesrisiko anhand von Langzeitdaten<br /> US-amerikanischer Erwachsener<br /> ■ Erstellung einer aktualisierten Metaanalyse<br /> ■ Einschätzung des Effekts, der durch den<br /> Ersatz von rotem Fleisch durch Nüsse,<br /> Milchprodukte mit niedrigem Fettgehalt<br /> und Vollkornprodukten zustande kommt,<br /> auf das Diabetesrisiko<br /> Studiendesign, Patienten<br /> und Methoden<br /> Analyse der Daten aus 3 prospektiven Kohortenstudien<br /> (anhand von Fragebögen zur Ernährungsweise,<br /> zu Risikofaktoren und zum<br /> Auftreten von chronischen Erkrankungen wie<br /> Diabetes, die in regelmäßigen Abständen<br /> auszufüllen waren):<br /> ■ Health Professionals Follow-Up Study<br /> (HPFS; 1986–2006) mit 37.083 Männern<br /> ■ Nurses’ Health Study I (NHS I; 1980–2008)<br /> mit 79.570 Frauen<br /> ■ Nurses’ Health Study II (NHS II; 1991–<br /> 2005) mit 87.504 Frauen<br /> Mehr als 90 % aller Teilnehmer aller 3 Kohorten<br /> standen für die gesamten Nachbeobachtungszeiträume<br /> zur Verfügung.<br /> Ergebnisse<br /> ■ Während 4.033.322 Personenjahren der<br /> Nachbeobachtung wurden 13.759 Fälle<br /> eines neu aufgetretenen Diabetes dokumentiert.<br /> ■ Sowohl bei den Männern als auch bei den<br /> Frauen war der Verzehr von rotem Fleisch<br /> negativ mit körperlicher Bewegung und positiv<br /> mit dem BMI und Rauchen assoziiert.<br /> Zudem war ein übermäßiger Verzehr von<br /> rotem Fleisch auch mit einer generellen<br /> Überernährung und einem schlechten diabetesspezifischen<br /> Ernährungs-Score korreliert.<br /> ■ In allen untersuchten Kohorten war der Verzehr<br /> von rotem Fleisch und seinen Produkten<br /> nach Adjustierung für das Alter, den<br /> BMI und andere Lebensstil- und Ernährungs-<br /> bezogene Risikofaktoren positiv mit<br /> dem Risiko für die Entwicklung eines T2DM<br /> korreliert (alle p-Werte < 0,001).<br /> ■ Das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken<br /> (gepoolte Hazard Ratio; 95 % KI),<br /> nahm mit jeder zusätzlich verzehrten Tagesportion<br /> an rotem Fleisch um 12 % (8–<br /> 16 %) und mit jeder zusätzlich verzehrten<br /> Tagesportion an Produkten aus rotem<br /> Fleisch sogar um 32 % zu (25–40 %). Der<br /> Gesamtwert (rotes Fleisch und Fleischprodukte)<br /> lag bei 14 % (10–18 %).<br /> © 2011<br /> Elsevier Professional Education,<br /> München<br /> diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> © 2011<br /> Elsevier Professional Education,<br /> München<br /> ■ Wird eine Tagesportion rotes Fleisch durch<br /> eine Tagesportion Nüsse, Milchprodukte<br /> mit geringem Fettgehalt und Vollkornprodukte<br /> ersetzt, verringert sich das Risiko für<br /> die Entwicklung eines T2DM um schätzungsweise<br /> 16–35 %.<br /> ■ Diese Resultate wurde durch eine Meta -<br /> analyse mit 442.101 Patienten und 28.228<br /> Diabetes-Fällen bestätigt. Dabei wurden<br /> neben den Resultaten aus dieser Studie<br /> die Ergebnisse von insgesamt 6 prospektiven<br /> Studien berücksichtigt. Folgende Risikoverhältnisse<br /> (95 % KI) wurden errechnet:<br /> Σ pro 100 g rotes Fleisch pro Tag Zunahme<br /> des Diabetesrisikos um 19 % (4–<br /> 37 %)<br /> Σ pro 50 g Produkte aus rotem Fleisch pro<br /> Tag Erhöhung des Diabetesrisikos um<br /> 51 % (25–83 %)<br /> ■ Als mögliche Ursachen für die negativen<br /> Auswirkungen des Verzehrs von rotem<br /> Fleisch auf das Diabetesrisiko werden mitunter<br /> diskutiert:<br /> Σ Häm-Eisen (Schädigung des Gewebes<br /> und der Betazellen durch Bildung reaktiver<br /> Sauerstoffspecies)<br /> Σ gesättigte Fettsäuren<br /> Σ Natrium, Nitrite und Nitrosamine (letztere<br /> haben einen toxischen Effekt auf die Betazellen)<br /> Σ Bildung von fortgeschrittenen Glykosylierungsendprodukten<br /> (AGEs) sowie<br /> Erhöhung der Entzündungsmediatoren<br /> und der Gamma-Glutamyl-Trans ferase<br /> Einem Teil des erhöhten Diabetesrisikos liegt<br /> möglicherweise der Zusammenhang zwischen<br /> Fleischverzehr, Gewichtszunahme und<br /> Adipositas zugrunde.<br /> Schlussfolgerung<br /> Den Ergebnissen dieser Studie zufolge ist der<br /> Konsum von rotem Fleisch und insbesondere<br /> 0,60 0,65 0,70 0,75 0,80 0,85 0,90 0,95 1,00<br /> Nüsse statt rotem Fleisch<br /> Milchprodukte mit geringem Fettgehalt statt rotem Fleisch<br /> Vollkornprodukte statt rotem Fleisch<br /> Geflügel statt rotem Fleisch<br /> Fisch statt rotem Fleisch<br /> Nüsse statt Produkten aus rotem Fleisch<br /> Vollkornprodukte statt Produkten aus rotem Fleisch<br /> Milchprodukte mit geringem Fettgehalt statt Produkten aus rotem Fleisch<br /> Geflügel statt Produkten aus rotem Fleisch<br /> Fisch statt Produkten aus rotem Fleisch<br /> Nüsse statt rotem Fleisch und seinen Produkten<br /> Milchprodukte mit geringem Fettgehalt statt rotem Fleisch und seinen Produkten<br /> Vollkornprodukte statt rotem Fleisch und seinen Produkten<br /> Geflügel statt rotem Fleisch und seinen Produkten<br /> Fisch statt rotem Fleisch und seinen Produkten<br /> Abbildung 1 HRs und 95 % KIs für den Zusammenhang zwischen Diabetes und dem Ersatz von rotem Fleisch und<br /> seinen Produkten durch andere Lebensmittel. Adjustiert für das Alter (kontinuierlich), die BMI-Kategorie (kg/m2; < 23,<br /> 23–24,9, 25–29,9, 30–34,9 bzw. ≥ 35), den Alkoholkonsum (0, 0,1–4,9, 5,0–14,9 bzw. ≥ 15 g/Tag), den Grad der körperlichen<br /> Bewegung (<3, 3–8,9, 9–17,9, 18–26,9 bzw. ≥ 27 METs/Woche [Metabolic Task Hours]), den Raucherstatus<br /> (nie; früher; aktuell: 1–14, 15–24 bzw. > 24 Zigaretten/Tag), die ethnische Herkunft (weiß oder nicht-weiß), den menopausalen<br /> Status und die Hormonanwendung bei Frauen (prämenopausal, postmenopausal und niemals Hormone<br /> eingenommen, postmenopausal und früher Hormone eingenommen oder postmenopausal und aktuelle Hormoneinnahme),<br /> die Diabetes-bezogene Familienanamnese, die Hypertonie- und Hypercholesterinämie-bezogene Anamnese<br /> und die Quintile der Gesamtenergieaufnahme.<br /> diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> der Konsum von Produkten aus rotem Fleisch<br /> mit einem deutlich erhöhten Risiko für die Entstehung<br /> von Typ-2-Diabetes verbunden. Dagegen<br /> wird das Diabetesrisiko gesenkt, wenn<br /> stattdessen Nüsse, Milchprodukte und Vollkornwaren<br /> verzehrt werden.<br /> Die Autoren schlussfolgern, dass aus Sichtweise<br /> des öffentlichen Gesundheitswesens<br /> der Konsum von rotem Fleisch reduziert bzw.<br /> vollständig vermieden werden sollte.<br /> Zusammenfassung basierend auf dem<br /> Originalartikel:<br /> Red meat consumption and risk of type 2<br /> diabetes: 3 cohorts of US adults and an<br /> updated meta-analysis<br /> A. Pan, Q. Sun, A.M. Bernstein, M.B. Schulze,<br /> J.E. Manson, W.C. Willett, F.B. Hu<br /> The American Journal of</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/31/kurzstudie-pan-et-al-aus-the-american-journal-of-clinical-nutrition-2011-94-1088%e2%80%931096/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Kurzstudie Munasinghe et al. aus Experimental Diabetes Research 2011; Artikel-ID 978762: 1–4</title><link>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/31/kurzstudie-munasinghe-et-al-aus-experimental-diabetes-research-2011-artikel-id-978762-1%e2%80%934/</link> <comments>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/31/kurzstudie-munasinghe-et-al-aus-experimental-diabetes-research-2011-artikel-id-978762-1%e2%80%934/#comments</comments> <pubDate>Tue, 31 Jan 2012 14:39:19 +0000</pubDate> <dc:creator>admin</dc:creator> <category><![CDATA[Andere Forschungsfelder]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/?p=183658371</guid> <description><![CDATA[Der blutzuckersenkende Effekt von Coccinia grandis (L.) J. Voigt: Chance auf einen neuen Wirkstoff zur Behandlung des Diabetes mellitus Hintergrund Das Interesse an Arznei- und Heilpflanzen zur Behandlung des Diabetes mellitus nimmt auch bei uns seit längerer Zeit stetig zu. Vor allem in den Ländern Asiens werden phytotherapeutische Antidiabetika (z. B. Bittermelone) als Begleittherapie verordnet. [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Der blutzuckersenkende Effekt von Coccinia<br /> grandis (L.) J. Voigt: Chance auf einen neuen<br /> Wirkstoff zur Behandlung des Diabetes<br /> mellitus<br /> Hintergrund<br /> Das Interesse an Arznei- und Heilpflanzen zur<br /> Behandlung des Diabetes mellitus nimmt<br /> auch bei uns seit längerer Zeit stetig zu. Vor<br /> allem in den Ländern Asiens werden phytotherapeutische<br /> Antidiabetika (z. B. Bittermelone)<br /> als Begleittherapie verordnet. Coccinia<br /> grandis, auch Tindola oder Scharlachranke<br /> genannt, wird von ayurvedischen Ärzten in Sri<br /> Lanka und Indien seit altersher als Blutzuckersenker<br /> eingesetzt. Dort werden die jungen<br /> Blätter und die Stängelspitzen entweder roh,<br /> als Suppeneinlage oder als Zutat in Currys<br /> gegessen.<br /> Ziel der Studie<br /> Prüfung des antidiabetischen Kurzzeit-Effekts<br /> der Blätter von Coccinia grandis (Tindola,<br /> Scharlachranke)<br /> Studiendesign, Patienten<br /> und Methoden<br /> ■ Klinische Doppelblindstudie der Phase I<br /> ■ Verlauf der Studie:<br /> Σ Alle gesunden Freiwilligen (n = 122; Alter<br /> 18–55 Jahre) bekamen eine identische<br /> Mahlzeit zum Abendessen und nahmen<br /> in den anschließenden 10 Stunden keinerlei<br /> Nahrung mehr zu sich.<br /> Σ Anschließend wurde die Teilnehmergruppe,<br /> die in Bezug auf die Ausgangsmerkmale<br /> homogen war, nach dem Zufallsprinzip<br /> geteilt. Die eine Hälfte der<br /> Teilnehmer (n = 61) erhielt zum Frühstück<br /> eine Mahlzeit mit 20 g Blättern von Coccinia<br /> grandis, die mit geraspelter Kokosnuss<br /> und Salz zubereitet worden war.<br /> Σ Die andere Hälfte (Placebogruppe) erhielt<br /> dieselbe Mahlzeit mit Blättern von<br /> Erythrina indica (Indischer Korallenbaum),<br /> die in Geschmack und Aussehen<br /> den Blättern von Coccinia grandis<br /> gleichen und keinerlei hypoglykämischen<br /> Effekt haben.<br /> Σ Der Verzehr erfolgte unter Aufsicht.<br /> Σ Anschließend wurde ein verblindeter<br /> Glucosetolereranztest mit Blutentnahmen<br /> 1 h und 2 h nach Glucosegabe<br /> durchgeführt.<br /> Ergebnisse<br /> ■ Insgesamt gesehen waren die Blutzuckerwerte<br /> der Verumgruppe signifikant niedriger<br /> als die der Placebogruppe (p < 0,05).<br /> ■ Der Anstieg der postprandialen Blutzuckerwerte<br /> 1 h und 2 h im Glucosetoleranztest<br /> war in der Placebogruppe statistisch signifikant<br /> stärker ausgeprägt als in der Verumgruppe.<br /> Eine gemischte Varianzanalyse<br /> zeigte, dass die Interaktion zwischen der<br /> Behandlung und den postprandialen Werten<br /> statistisch signifikant war (p < 0,001).<br /> ■ Der mittlere Gruppenunterschied bei<br /> den postprandialen Werten nach 1 h<br /> (20,2 mg/dl; 95 % KI 4,81–35,5) und nach<br /> 2 h (11,46 mg/dl; 1,03–21,9) war ebenfalls<br /> statistisch signifikant (p = 0,03 bzw.<br /> p = 0,01).<br /> ■ Folgende Nebenwirkungen wurden dokumentiert:<br /> Σ Übelkeit (1,7 % [Verumgruppe] vs. 3,3%<br /> [Placebogruppe])<br /> Σ Kopfschmerzen (5 % vs. 5%)<br /> Σ Benommenheit (29 % vs. 41,6 %)<br /> Schwitzen, Zittern, Herzrasen, Hautblässe<br /> oder kalte Extremitäten traten nicht auf.<br /> © 2011<br /> Elsevier Professional Education,<br /> München<br /> diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> © 2011<br /> Elsevier Professional Education,<br /> München<br /> Schlussfolgerungen<br /> Der blutzuckersenkende Effekt roher Coccinia<br /> grandis-Blätter wurde in dieser Studie gezeigt.<br /> Weitere Studien sind jedoch notwendig, um<br /> die Frage zu klären, welcher Wirkstoff mit welchem<br /> Mechanismus die Verbesserung der<br /> Glucosetoleranz hervorruft, und um die adäquate<br /> Wirkstoffdosis zu ermitteln.<br /> Zusammenfassung basierend auf dem<br /> Originalartikel:<br /> Blood Sugar Lowering Effect of Coccinia<br /> grandis (L.) J. Voigt: Path for a New Drug<br /> for Diabetes Mellitus<br /> M.A.A.K. Munasinghe, C. Abeysena,<br /> I.S. Yaddehige, T. Vidanapathirana,<br /> K.P.B. Piyumal<br /> Experimental Diabetes Research 2011;<br /> Artikel-ID 978762: 1–4<a href='http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/wp-content/uploads/2012/01/diaVIP_Zsfsg_Munasinghe.pdf'>diaVIP_Zsfsg_Munasinghe</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/31/kurzstudie-munasinghe-et-al-aus-experimental-diabetes-research-2011-artikel-id-978762-1%e2%80%934/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Kurzstudie Cavalot et al. aus Diabetes Care 2011; 34: 2237–2243</title><link>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/31/kurzstudie-cavalot-et-al-aus-diabetes-care-2011-34-2237%e2%80%932243/</link> <comments>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/31/kurzstudie-cavalot-et-al-aus-diabetes-care-2011-34-2237%e2%80%932243/#comments</comments> <pubDate>Tue, 31 Jan 2012 14:36:31 +0000</pubDate> <dc:creator>admin</dc:creator> <category><![CDATA[Folgeerkrankungen des Diabetes]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/?p=183658368</guid> <description><![CDATA[Im Rahmen einer 14-jährigen Nachbeobachtungsstudie erwiesen sich die postprandialen Blutzuckerwerte bei Typ-2-Diabetikern als prädiktiv für das Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse und die allgemeine Mortalität (Fazit der San Luigi Gonzaga Diabetes-Studie) Hintergrund Der Zusammenhang zwischen der postprandialen Blutzuckereinstellung und dem Auftreten von kardiovaskulären Ereignissen sowie der allgemeinen Mortalität wird gemeinhin kontrovers diskutiert. Dabei ist man sich zum [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen einer 14-jährigen Nachbeobachtungsstudie<br /> erwiesen sich die postprandialen<br /> Blutzuckerwerte bei Typ-2-Diabetikern als<br /> prädiktiv für das Auftreten kardiovaskulärer<br /> Ereignisse und die allgemeine Mortalität<br /> (Fazit der San Luigi Gonzaga Diabetes-Studie)<br /> Hintergrund<br /> Der Zusammenhang zwischen der postprandialen<br /> Blutzuckereinstellung und dem Auftreten<br /> von kardiovaskulären Ereignissen sowie<br /> der allgemeinen Mortalität wird gemeinhin<br /> kontrovers diskutiert. Dabei ist man sich zum<br /> Teil darüber uneinig, welcher Messwert das<br /> Risiko besser voraussagt: Nüchternglukose,<br /> postprandialer Blutzucker oder der HbA1c-<br /> Wert? Es gibt jedoch gewisse Hinweise darauf,<br /> dass vor allem die postprandialen Blutzuckerwerte<br /> wichtige Prädiktoren sind.<br /> Ziel der Studie<br /> Anhand dieser Langzeit-Follow-up-Studie<br /> (San Luigi Gonzaga Diabetes Study) sollte<br /> zum einen geklärt werden, ob die prädiktive<br /> Aussagekraft der postprandialen Blutzuckerwerte<br /> (ppBZ) im Hinblick auf kardiovaskuläre<br /> Ereignisse, die sich nach einem 5-jährigen<br /> Nachbeobachtungszeitraum gezeigt hatten,<br /> auch nach 14 Jahren noch nachweisbar ist.<br /> Zweitens sollte untersucht werden, ob sich<br /> mit dem ppBZ auch die allgemeine Mortalität<br /> prognostizieren lässt, wenn neben dem<br /> HbA1c-Wert auch die wichtigsten Blutzuckerunabhängigen<br /> Risikofaktoren berücksichtigt<br /> werden. Und drittens sollte geprüft werden,<br /> wie sich die prädiktive Aussagekraft der postprandialen<br /> Werte und des HbA1c darstellt,<br /> wenn Kategorien entsprechend den therapeutischen<br /> Zielen der American Diabetes Association<br /> gebildet werden.<br /> Studiendesign, Patienten<br /> und Methoden<br /> ■ Population: 505 konsekutive Typ-2-Dia -<br /> betiker<br /> ■ Bei Baseline (1995) Dokumentierung der<br /> wichtigsten kardiovaskulären Risikofaktoren<br /> und Untersuchung von fünf Parametern<br /> der Blutzuckerkontrolle (Nüchternwert<br /> und Blutzucker 2 h nach dem Frühstück,<br /> 2 h nach dem Mittagessen und vor dem<br /> Abendessen sowie der HbA1c)<br /> ■ Dokumentation der allgemeinen Mortalität<br /> und der kardiovaskulären Ereignisse im<br /> Laufe eines 14-jährigen Nachbeobachtungszeitraumes<br /> ■ Kategorisierung der Variablen anhand der<br /> therapeutischen Zielkriterien der American<br /> Diabetes Association (in „gute“ und<br /> „schlechte“ Werte; z. B. „gut“ = Nüchtern-<br /> Blutzucker 70–130 mg/dl (3,9–7,2 mmol/l)<br /> bzw. pp BZ < 180 mg/dl (< 10 mmol/l)).<br /> Ergebnisse<br /> ■ Während der Nachbeobachtung wurden<br /> 172 kardiovaskuläre Ereignisse (34,1%<br /> der Population) und 147 Todesfälle<br /> (29,1 %) beobachtet.<br /> ■ Bei separater Analyse aller 5 BZ-Parameter<br /> zeigte sich, dass der Blutzucker 2 h nach<br /> dem Essen sowie der HbA1c-Wert prognostische<br /> Aussagekraft für das Auftreten<br /> eines ersten kardiovaskulären Ereignisses<br /> und die Mortalität haben, nicht jedoch der<br /> Nüchternwert.<br /> ■ In einem Analysemodell mit gleichzeitiger<br /> Berücksichtigung aller fünf BZ-Parameter<br /> © 2011<br /> Elsevier Professional Education,<br /> München<br /> diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> © 2011<br /> Elsevier Professional Education,<br /> München<br /> der Blutzuckerkontrolle erwiesen sich folgende<br /> Messwerte als prädiktiv:<br /> Σ Für kardiovaskuläre Ereignisse: der Blutzuckerwert<br /> 2 h nach dem Mittagessen<br /> (HR 1,507; p = 0,010) und der HbA1c<br /> (HR 1,792; p = 0,002)<br /> Σ Für die Mortalität: der Blutzuckerwert 2 h<br /> nach dem Mittagessen (HR 1,885;<br /> p < 0,0001) und der HbA1c (HR 1,907;<br /> p = 0,002)<br /> ■ In einem Analysemodell, in das die Blutzuckerwerte<br /> 2 h nach dem Mittagessen und<br /> der HbA1c sowie die kardiovaskulären Risikofaktoren<br /> einbezogen wurden, erwiesen<br /> sich die folgenden Parameter der Blutzuckerkontrolle<br /> als Prädiktoren:<br /> Σ Für kardiovaskuläre Ereignisse: der Blutzuckerwert<br /> 2 h nach dem Mittagessen<br /> (HR 1,452; p = 0,021) und der HbA1c<br /> (HR 1,732; p = 0,004)<br /> Σ Für die Mortalität: der Blutzuckerwert 2 h<br /> nach dem Mittagessen (HR 1,846;<br /> p = 0,001) und der HbA1c (HR 1,896;<br /> p = 0,004)<br /> ■ Wurden das Alter und die Diabetesdauer<br /> im letztgenannten Modell als kontinuierliche<br /> Variablen eingesetzt, ergaben sich folgende<br /> HRs:<br /> Σ Für kardiovaskuläre Ereignisse: 1,455<br /> (1,060–1,998; p = 0,020) [ppBZ] und<br /> 1,919 (1,327–2,774; p = 0,001) [HbA1c]<br /> Σ Für die allgemeine Mortalität: 1,888<br /> (1,332–2,676; p < 0,0001) [ppBZ] und<br /> 1,887 (1,228–2,901; p = 0,004) [HbA1c]<br /> ■ Auch der Zusammenhang mit einzelnen<br /> HbA1c-Dezilen wurde untersucht:<br /> Σ Das geringste Risiko für kardiovaskuläre<br /> Ereignisse und Mortalität bestand im<br /> ersten Dezil (HbA1c ≤ 6,10 %). Diese<br /> Gruppe bestand zu 92,2 % aus rein<br /> diätetisch eingestellten Patienten, d. h.<br /> aus Patienten ohne Risiko für Hypo -<br /> glykämien.<br /> Σ Die HR begann sich ab dem 4. Dezil<br /> (HbA1c 7,01–7,40 %) gegenüber dem<br /> 1. Dezil statistisch signifikant zu unterscheiden:<br /> hier lag die HR für kardiovaskuläre<br /> Ereignisse bei 2,176 (1,028–<br /> 4,605; p = 0,042) und die HR für die<br /> Mortalität bei 2,532 (1,004–6,386;<br /> p = 0,049).<br /> Σ Das höchste Risiko bestand im 10. Dezil<br /> (HbA1c > 9,8 %): die HR für kardiovas -<br /> kuläre Ereignisse betrug 4,259 (1,870–<br /> 9,696; p = 0,001) und die HR für<br /> die Mortalität 5,012 (1,909–13,158;<br /> p = 0,001).<br /> Schlussfolgerungen<br /> Im Rahmen dieser 14-jährigen Langzeit-Follow-<br /> up-Studie waren sowohl die postprandialen<br /> Blutzuckerwerte als auch der HbA1c –<br /> nicht jedoch die Nüchternwerte – prädiktiv für<br /> das Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse und<br /> hinsichtlich der Mortalität, und zwar auch bei<br /> gleichzeitiger Adjustierung für Blutzucker-unabhängige<br /> Risikofaktoren.<br /> Dies unterstreicht die hohe prädiktive Aussagekraft<br /> postprandialer Werte neben dem<br /> HbA1c.<br /> Zusammenfassung basierend auf dem<br /> Originalartikel:<br /> Postprandial Blood Glucose Predicts<br /> Cardiovascular Events and All-Cause<br /> Mortality in Type 2 Diabetes in a 14-Year<br /> Follow-Up<br /> F. Cavalot, A. Pagliarino, M. Valle,<br /> L. Di Martino, K. Bonomo, P. Massucco,<br /> G. Anfossi, M. Trovati<br /> Diabetes Care 2011; 34: 2237–2243.<a href='http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/wp-content/uploads/2012/01/diaVIP_Zsfsg_Cavalot.pdf'>diaVIP_Zsfsg_Cavalot</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/31/kurzstudie-cavalot-et-al-aus-diabetes-care-2011-34-2237%e2%80%932243/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Kurzstudie Sherifali et al. aus Diabetes Care 2011; 34(8), 1794–1798</title><link>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/07/kurzstudie-sherifali-et-al-aus-diabetes-care-2011-348-1794%e2%80%931798/</link> <comments>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/07/kurzstudie-sherifali-et-al-aus-diabetes-care-2011-348-1794%e2%80%931798/#comments</comments> <pubDate>Mon, 07 Nov 2011 08:31:24 +0000</pubDate> <dc:creator>admin</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemeinmaßnahmen / Schulung]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/?p=183658363</guid> <description><![CDATA[Effekt eines computergenerierten individualisierten Feedbacks auf die Blutzuckerkontrolle bei Diabetikern in der Gemeinde: eine randomisierte, kontrollierte Studie Zielsetzung der Studie Klärung der Frage, ob ein computergeneriertes, auf die Patienten zugeschnittenes Feedback bei Typ-2-Diabetikern zu einer Verbesserung der Blutzuckerkontrolle und der Lebensqualität führt Studiendesign, Patienten und Methoden ■ Offene, randomisierte, kontrollierte Studie ■ Patientenpopulation: 465 Typ-2-Diabetiker [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Effekt eines computergenerierten individualisierten<br /> Feedbacks auf die Blutzuckerkontrolle<br /> bei Diabetikern in der Gemeinde:<br /> eine randomisierte, kontrollierte Studie<br /> Zielsetzung der Studie<br /> Klärung der Frage, ob ein computergeneriertes,<br /> auf die Patienten zugeschnittenes Feedback<br /> bei Typ-2-Diabetikern zu einer Verbesserung<br /> der Blutzuckerkontrolle und der<br /> Lebensqualität führt<br /> Studiendesign, Patienten und<br /> Methoden<br /> ■ Offene, randomisierte, kontrollierte Studie<br /> ■ Patientenpopulation: 465 Typ-2-Diabetiker<br /> im Alter von ≥ 40 Jahren aus Hamilton/<br /> Kanada mit einem HbA1c-Wert von ≥7%<br /> und einer Diabetesdauer von mindestens<br /> 1 Jahr<br /> ■ Patienten waren Teilnehmer des gemeindebasierten<br /> Diabetes-Programms „Diabetes<br /> Hamilton“, ein Programm, im Rahmen<br /> dessen die Teilnehmer bereits vor Studienbeginn<br /> regelmäßig evidenzbasierte Informationen<br /> erhielten und auf Ressourcen<br /> hingewiesen wurden, die in der Gemeinde<br /> zur Erleichterung des Diabetesmanagements<br /> zur Verfügung stehen<br /> ■ Durchschnittsalter der Population: 62<br /> Jahre; mittlerer HbA1c-Wert: 7,83%<br /> ■ Nach dem Ausfüllen eines Fragebogens<br /> zur diabetesbezogenen Gesundheit und<br /> zum Selbstmanagement erhielten die Patienten<br /> auf der Basis ihrer Antworten randomisiert<br /> entweder ein regelmäßiges<br /> computergeneriertes, evidenzbasiertes<br /> Feedback (Interventionsgruppe; n = 233)<br /> oder keines (Kontrollgruppe; n = 232). Die<br /> Kontrollgruppe erhielt weiterhin nur die allgemeinen<br /> Informationen im Rahmen des<br /> Diabetes-Programms wie bisher.<br /> ■ Das personalisierte Feedback beinhaltete (a)<br /> bis zu 20 automatisch generierte personalisierte<br /> Empfehlungen zu Blutzuckerkontrolle<br /> und Selbstmanagement (abhängig u. a. vom<br /> zwischenzeitlich gemessenen HbA1c-Wert),<br /> (b) eine Liste mit wohnortnahen Einrichtungen<br /> und (c) ein einfaches Diabetes-Tagebuch<br /> für diabetesbezogene Informationen.<br /> ■ Die Randomisierung erfolgte stratifiziert<br /> nach HbA1c-Wert (≥ 8,5 % vs. < 8,5 %).<br /> ■ Das Feedback war darauf ausgelegt, die<br /> Blutzuckerwerte auf < 7% zu senken. Weitere<br /> Ziele waren je nach Einzelfall z. B.:<br /> Raucherentwöhnung, Blutdruckkontrolle<br /> und Fußpflege.<br /> ■ 6 Monate nach Randomisierung wurde ein<br /> neuer Fragebogen ausgefüllt und HbA1c-<br /> Messungen durchgeführt. Die Interventionsgruppe<br /> erhielt weitere Empfehlungen,<br /> die 3 Monate später verstärkt wurden.<br /> ■ Primäres Zielkriterium: HbA1c-Veränderung<br /> nach 1 Jahr<br /> ■ Weitere Zielkriterien: Lebensqualität, Gesundheitsstatus,<br /> Diabetes-Selbstmanagement<br /> (18 empfohlene Verhaltensweisen)<br /> Ergebnisse<br /> ■ Am Ende des Beobachtungszeitraums war<br /> der HbA1c in der Interventionsgruppe absolut<br /> gesehen um 0,24 % (95 % KI –0,37 bis<br /> –0,12; p<0,001) und in der Kontrollgruppe<br /> absolut gesehen um 0,15 % (–0,27 bis<br /> –0,03; p = 0,01) niedriger als am Ausgangszeitpunkt.<br /> Im Gruppenvergleich<br /> betrug die Differenz nur 0,09 % (95 % KI<br /> –0,08 bis 0,26; p = 0,3).<br /> ■ Auch nach Adjustierung für den HbA1c-<br /> Ausgangswert, das Alter, die Schulbildung,<br /> den BMI und die Diabetesdauer blieb das<br /> Ausmaß der Effekte beider Interventionen<br /> gleich. Auch in den nach HbA1c-Ausgangswert<br /> stratifizierten Gruppen wurden<br /> vergleichbare Effekte festgestellt.<br /> © 2011<br /> Elsevier Professional Education,<br /> München<br /> diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> ■ Im Gruppenvergleich wurden in Bezug<br /> auf die Lebensqualitäts-Parameter, das<br /> Selbstmanagement-Verhalten und weitere<br /> klinische Outcomes keine signifikanten Unterschiede<br /> festgestellt.<br /> Schlussfolgerungen<br /> Ein computergeneriertes, auf die Patienten<br /> zugeschnittenes Feedback verbesserte<br /> HbA1c-Werte bei Typ-2-Diabetikern nach<br /> einem Jahr nicht stärker, als die Teilnahme an<br /> einem gemeindebasierten Diabetes-Programm.<br /> Zusammenfassung basierend auf dem<br /> Originalartikel:<br /> Effect of Computer-Generated Tailored<br /> Feedback on Glycemic Control in People<br /> With Diabetes in the Community<br /> D. Sherifali, J.L. Greb, G. Amirthavasar,<br /> D. Hunt, R.B. Haynes, W. Harper,<br /> A. Holbrook, S. Capes, R. Goeree,<br /> D. O’Reilly, E. Pullenayegum, H.C. Gerstein<br /> Diabetes Care 2011; 34(8), 1794–1798.<a href='http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/wp-content/uploads/2011/11/Zsfsg_Sherifali_2011.pdf'>Zsfsg_Sherifali_2011</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/07/kurzstudie-sherifali-et-al-aus-diabetes-care-2011-348-1794%e2%80%931798/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Kurzstudie Pettis et al. aus Diabetes Technology &amp; Therapeutics 2011; 13(4): 435–442</title><link>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/07/kurzstudie-pettis-et-al-aus-diabetes-technology-134-435%e2%80%93442/</link> <comments>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/07/kurzstudie-pettis-et-al-aus-diabetes-technology-134-435%e2%80%93442/#comments</comments> <pubDate>Mon, 07 Nov 2011 08:28:05 +0000</pubDate> <dc:creator>admin</dc:creator> <category><![CDATA[Insulintherapie]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/?p=183658360</guid> <description><![CDATA[Durch intradermale Applikation von Insulin Lispro mit einer Mikrokanüle wird eine schnellere Insulinresorption und -wirkung erreicht als per subkutaner Injektion Hintergrund Der Wunsch nach einer möglichst schmerz - armen Insulinzufuhr hat zur Entwicklung von Mikrokanülen („Microneedles“) geführt. Hierbei handelt es sich um Edelstahl-Kanülen mit einer Länge von weniger als 2 mm, die den Bereich der [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Durch intradermale Applikation von Insulin<br /> Lispro mit einer Mikrokanüle wird eine<br /> schnellere Insulinresorption und -wirkung<br /> erreicht als per subkutaner Injektion<br /> Hintergrund<br /> Der Wunsch nach einer möglichst schmerz -<br /> armen Insulinzufuhr hat zur Entwicklung von<br /> Mikrokanülen („Microneedles“) geführt. Hierbei<br /> handelt es sich um Edelstahl-Kanülen mit einer<br /> Länge von weniger als 2 mm, die den Bereich<br /> der Lederhaut erreichen. Diese Hautschicht ist<br /> besser durchblutet als die Unterhautschicht,<br /> die per subkutaner Gabe erreicht wird. Mikronadeln<br /> werden senkrecht injiziert, reduzieren<br /> die Schmerzen bei der Injektion und führen zu<br /> einer beschleunigten Wirkstoffaufnahme.<br /> Zielsetzung der Studie<br /> Vergleich der pharmakokinetischen und pharmakodynamischen<br /> Effekte von Insulin Lispro,<br /> das im euglykämischen Clamp-Versuch entweder<br /> intradermal (ID) mit Mikrokanülen verschiedener<br /> Größe bzw. subkutan (SC) verabreicht<br /> wurde<br /> Studiendesign, Patienten und<br /> Methoden<br /> ■ Randomisierte, offene Proof-of-Concept-<br /> Studie im Crossover-Design<br /> ■ 10 gesunde männliche Freiwillige (Alter:<br /> 18–45 Jahre) erhielten den folgenden<br /> Behandlungsplan, wobei die einzelnen<br /> Behandlungsabschnitte durch Auswaschphasen<br /> von 3–20 Tagen Länge getrennt<br /> voneinander erfolgten:<br /> Σ Tage 1–3: 10 IUs Insulin Lispro mit Edelstahl-<br /> Mikrokanülen in 3 verschiedenen<br /> Längen (1,25, 1,50 und 1,75 mm) unter<br /> euglykämischen Bedingungen nach<br /> einer nächtlichen Nüchternphase<br /> Σ Tag 4: wiederholte intradermale Injektionen<br /> mit der 1,5 mm-Mikronadel zur Prüfung<br /> der intraindividuellen Variabilität<br /> Σ Tag 5: subkutane Verabreichung von Insulin<br /> Lispro mit einer 8 mm-Nadel an alle<br /> Teilnehmer<br /> ■ Sämtliche Injektionen wurden in den oberen<br /> äußeren Quadranten des Oberschenkels<br /> gegeben.<br /> Ergebnisse<br /> ■ Die intradermale Applikation mit einer Mikrokanüle<br /> hatte die folgenden Effekte:<br /> Σ Beschleunigte Resorption von Insulin<br /> Lispro gegenüber der subkutanen Injektion;<br /> Verkürzung der Zeitdauer bis<br /> zum Erreichen der maximalen Insulinkonzentration<br /> (ID vs. SC: 36,0–46,4 vs.<br /> 64,3 min; P < 0,05)<br /> Σ Höhere fraktionelle Verfügbarkeit zu früheren<br /> Zeitpunkten post injectionem<br /> Σ Raschere Effekte auf die Glucoseaufnahme<br /> bei gleichzeitig kürzeren Zeiträumen<br /> bis zum Erreichen der maximalen<br /> und frühen halbmaximalen Glucose-Infusions-<br /> Raten (GIRs) (ID vs. SC: Zeitraum<br /> bis zur maximalen GIR 106–112<br /> vs. 130 min, P < 0,05; frühe halbmaximale<br /> GIR 29–35 vs. 42 min)<br /> Abbildung Eine 1,5 mm Edelstahl-<br /> Mikrokanüle (links) im<br /> Vergleich zu einem handelsüblichen<br /> Insulin-Pen (5 mm, BD Ultra<br /> FineTM III) (Mitte) und einer handelsüblichen<br /> Insulin-Injektionsnadel<br /> (8 mm, BD Ultra Fine II) (rechts).<br /> diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> Σ Vergrößerte AUC für die frühe GIR<br /> Σ Raschere Beendigung der Insulinwirkung<br /> (kürzere Zeitdauer bis zur späten<br /> halbmaximalen GIR: 271–287 vs.<br /> 309 min)<br /> ■ Bezüglich der relativen gesamten Bioverfügbarkeit<br /> von Insulin (AUC bis 360 min<br /> und AUC unendlich) bestanden zwischen<br /> den beiden Verabreichungswegen keine<br /> signifikanten Unterschiede.<br /> ■ Bei der intradermalen Applikation zeigten<br /> die pharmakokinetischen und pharmakodynamischen<br /> Parameter als Funktion der<br /> Nadellänge gewisse Schwankungen, was<br /> möglicherweise auf interindividuelle Unterschiede<br /> in Bezug auf Anatomie, Physiologie<br /> und die biologischen Funktionen im<br /> Gefäßbett der Haut oder kleinere Unterschiede<br /> in der Injektionstechnik zurück -<br /> zuführen ist. So waren zwar die Zeiträume<br /> bis zum Erreichen der maximalen Insulin -<br /> aktivität bei allen Kanülenlängen verkürzt,<br /> doch zeigten nur die kurzen Längen eine<br /> Verstärkung des Insulin-Früheffekts (GIR<br /> AUC von 10–120 min und GIR AUC von<br /> 10–60 min für die Längen 1,25 und<br /> 1,5 mm). Dagegen war die frühzeitigere<br /> Beendigung der Insulinwirkung bei den<br /> längeren Mikrokanülen (1,5 und 1,75 mm)<br /> deutlicher erkennbar.<br /> ■ Die veränderte Pharmakodynamik und<br /> Pharmakokinetik der Insulinaufnahme, die<br /> bei intradermaler Gabe festgestellt wurde,<br /> deutet darauf hin, dass die Aufnahme und<br /> Verteilung über einen anderen Mechanismus<br /> erfolgt als per subkutaner Verabreichung.<br /> So muss noch geklärt werden, welcher<br /> Anteil den Lymphgefäßen dabei<br /> zukommt.<br /> ■ Die intradermale Verabreichung von Insulin<br /> Lispro war im Allgemeinen gut verträglich<br /> und es wurde über keinerlei Schmerzen<br /> bei der Injektion berichtet. Jedoch traten an<br /> den Injektionsstellen in einzelnen Fällen vorübergehend<br /> und lokalisiert Quaddeln und<br /> Rötungen auf.<br /> Schlussfolgerungen<br /> Die intradermale Verabreichung von Insulin<br /> Lispro mit einer Mikrokanüle bewirkt gegenüber<br /> ID 1,25 mm<br /> ID 1,50 mm<br /> ID 1,75 mm<br /> SC<br /> Best Fit ID 1,50 mm<br /> Best Fit SC<br /> 0<br /> 0<br /> 10<br /> 20<br /> 30<br /> 40<br /> 50<br /> 60<br /> 70<br /> 80<br /> 90<br /> 60 120 180 240 300 360<br /> Zeit (Minuten)<br /> [Serum-Insulin] (μIU/ml)<br /> Abbildung Durchschnittliche<br /> systemische Insulinspiegel im<br /> Serum und Zeit bis zur Wirkstoffaufnahme<br /> nach intradermaler (ID)<br /> Verabreichung per Mikrokanüle<br /> und nach subkutaner (SC) Gabe<br /> von Insulin Lispro. Die Daten der<br /> beiden Behandlungstage mit intradermaler<br /> Injektion mit den 1,5 mm-<br /> Mikrokanülen wurden gepoolt. Die<br /> geglätteten Kurven sind Best-Fit-<br /> Kurven für die Daten der Applikation<br /> mit der 1,5 mm-Kanüle und der<br /> subkutanen Verabreichung.<br /> diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> der subkutanen Verabreichung ein rascheres<br /> Einsetzen und Abklingen der metabolischen<br /> Insulin-Effekte, so dass die physiologische Insulinsekretion<br /> besser imitiert wird. Zudem erwies<br /> sie sich als gut verträglich.<br /> Durch die relativ schmerzfreie Applikation<br /> könnten Vorbehalte gegenüber der Insulintherapie<br /> verringert und die Patientencompliance<br /> insgesamt verbessert werden.<br /> Zusammenfassung basierend auf dem<br /> Originalartikel:<br /> Intradermal Microneedle Delivery of<br /> Insulin Lispro Achieves Faster Insulin<br /> Absorption and Insulin Action than<br /> Subcutaneous Injection<br /> R.J. Pettis, B. Ginsberg, L. Hirsch, D. Sutter,<br /> S. Keith, E. McVey, N.G. Harvey, M. Hompesch,<br /> L. Nosek, C. Kapitza, L. Heinemann<br /> Diabetes Technology &#038; Therapeutics<br /> 2011; 13(4): 435–442.<a href='http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/wp-content/uploads/2011/11/Zsfsg_Pettis_2011.pdf'>Zsfsg_Pettis_2011</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/07/kurzstudie-pettis-et-al-aus-diabetes-technology-134-435%e2%80%93442/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Kurzstudie Lind et al. aus The Lancet 2011; 378(9786): 140–146</title><link>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/07/kurzstudie-lind-et-al-aus-the-lancet-2011-3789786-140%e2%80%93146/</link> <comments>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/07/kurzstudie-lind-et-al-aus-the-lancet-2011-3789786-140%e2%80%93146/#comments</comments> <pubDate>Mon, 07 Nov 2011 08:25:30 +0000</pubDate> <dc:creator>admin</dc:creator> <category><![CDATA[Folgeerkrankungen des Diabetes]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/?p=183658357</guid> <description><![CDATA[Der Zusammenhang zwischen der Blutzuckerkontrolle und der Herzinsuffizienz- Inzidenz bei 20.985 Patienten mit Typ-1- Diabetes: eine Beobachtungsstudie Hintergrund Schlecht kontrollierte Blutzuckerwerte gehen bekanntermaßen mit mikro- und makrovaskulären Komplikationen einher. Der Großteil der Todesfälle bei Diabetikern ist auf kardiovaskuläre Ursachen zurückzuführen, wozu auch die Herzinsuffizienz zählt. Da Typ-1-Diabetiker bei Krankheitsbeginn jünger sind als Typ-2-Dia - betiker, [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Der Zusammenhang zwischen der Blutzuckerkontrolle<br /> und der Herzinsuffizienz-<br /> Inzidenz bei 20.985 Patienten mit Typ-1-<br /> Diabetes: eine Beobachtungsstudie<br /> Hintergrund<br /> Schlecht kontrollierte Blutzuckerwerte gehen<br /> bekanntermaßen mit mikro- und makrovaskulären<br /> Komplikationen einher. Der Großteil der<br /> Todesfälle bei Diabetikern ist auf kardiovaskuläre<br /> Ursachen zurückzuführen, wozu auch die<br /> Herzinsuffizienz zählt. Da Typ-1-Diabetiker bei<br /> Krankheitsbeginn jünger sind als Typ-2-Dia -<br /> betiker, besteht bei ihnen auch eine größere<br /> Gefahr, aufgrund von Herz-Kreislauf-Er kran -<br /> kungen eine höhere Anzahl an Lebensjahren<br /> einzubüßen. Der kardiovaskulär bedingte<br /> Mortalitätsüberhang ist bei jungen Erwachsenen<br /> mit Typ-1-Diabetes um das 8–40-Fache<br /> höher als in der Allgemeinbevölkerung.<br /> Bislang wurden weder Studien zum Effekt<br /> einer intensiven Blutzuckerkontrolle auf die<br /> Prävention der Herzinsuffizienz noch groß angelegte<br /> Beobachtungsstudien zum Zusammenhang<br /> zwischen Blutzuckerkontrolle und<br /> Herzinsuffizienz-Inzidenz durchgeführt.<br /> Angesichts des hohen relativen Mortalitätsrisikos<br /> aufgrund kardiovaskulärer Ursachen bei<br /> Typ-1-Diabetikern und der erheblichen Krankheitslast,<br /> die durch eine Herzinsuffizienz<br /> entsteht, ist es von Bedeutung, potentiell modifizierbare<br /> Faktoren bei der Herzinsuffizienz-<br /> Entstehung im Rahmen eines Typ-1-Dia betes<br /> zu untersuchen.<br /> Zielsetzung der Studie<br /> Untersuchung des Zusammenhangs zwischen<br /> HbA1c-Werten und Herzinsuffizienz-Inzidenz<br /> in einer großen Kohorte von Typ-1-Dia -<br /> betikern aus dem schwedischen nationalen<br /> Diabetesregister<br /> Patienten und Methoden<br /> ■ Identifikation aller über 18-jährigen Patienten<br /> mit Typ-1-Diabetes, die am Ausgangszeitpunkt<br /> nachweislich an keiner Herzinsuffizienz<br /> litten und zwischen Januar 1998<br /> und Dezember 2003 in das nationale Diabetesregister<br /> aufgenommen worden<br /> waren (n = 20.985)<br /> ■ Durchschnittsalter der Teilnehmer bei Studienbeginn:<br /> 38,6 Jahre<br /> ■ Nachbeobachtung bis zur stationären Aufnahme<br /> aufgrund einer Herzinsuffizienz, bis<br /> zum Tod oder bis zum Ende der offiziellen<br /> Nachbeobachtungsphase im Dezember<br /> 2009<br /> ■ Berechnung der Inzidenz-Zahlen entsprechend<br /> der HbA1c-Werte und Prüfung der<br /> Korrelation zwischen den Patientenmerkmalen<br /> und der Herzinsuffizienz-Inzidenz<br /> Ergebnisse<br /> ■ Während eines medianen Nachbeobachtungszeitraumes<br /> von 9,0 Jahren (IQR 7,3–<br /> 11,0) wurden 635 Patienten (3 %) mit der<br /> Primär- oder Sekundärdiagnose Herzinsuffizienz<br /> in ein Krankenhaus aufgenommen.<br /> Hieraus wurde eine Inzidenz von 3,38 Ereignissen<br /> pro 1.000 Patientenjahre errechnet<br /> (95 % KI 3,12–3,65).<br /> ■ Die Inzidenz der Herzinsuffizienz stieg<br /> gleichbleibend mit den HbA1c-Werten an<br /> und war invers mit der Blutzuckerkontrolle<br /> korreliert. Die Spannweite lag bei 1,42–<br /> 5,20 pro 1.000 Patientenjahre in der Gruppe<br /> mit den niedrigsten (< 6,5 %) und den<br /> höchsten HbA1c-Werten (≥ 10,5 %). In den<br /> beiden Altersgruppen 41–45 und 56–60<br /> Jahre war eine vergleichbare Entwicklung<br /> festzustellen.<br /> ■ Nach Adjustierung für Alter, Geschlecht<br /> und Diabetesdauer und der Gruppe mit<br /> den niedrigsten HbA1c-Werten als Referenz<br /> (< 6,5 %) wurde für die Gruppe der<br /> Abbildung Inzidenz der Herzinsuffizienz<br /> entsprechend den verschiedenen<br /> Kategorien der aktualisierten<br /> mittleren HbA1c-Werte bei<br /> den 41–45-jährigen (A) und den<br /> 56–60-jährigen Patienten (B),<br /> deren Diagnose des Typ-1-Diabetes<br /> im Alter zwischen 11 und<br /> 20 Jahren erfolgte (Schätzung<br /> mittels Poisson-Regression). Die<br /> Daten wurden adjustiert für Alter,<br /> Geschlecht und Diabetesdauer.<br /> Fehlerbalken = 95 % KIs.<br /> HbA1c = glykosyliertes Hämoglobin<br /> A1c.<br /> A<br /> B<br /> 0<br /> 5<br /> 10<br /> 15<br /> 20<br /> Adjustierte Inzidenz pro 1.000 Patientenjahre<br /> 0 6 7 8 9 10 11<br /> 0<br /> 10<br /> 20<br /> 30<br /> 40<br /> Adjustierte Inzidenz pro 1.000 Patientenjahre<br /> Aktualisierter mittlerer HbA1c-Wert (%)<br /> Patienten mit den höchsten Werten<br /> (≥ 10,5 %) eine Hazard Ratio für die Herzinsuffizienz-<br /> Entwicklung von 6,37 errechnet<br /> (95 % KI 3,57–11,4).<br /> ■ Nach weiteren Adjustierungen (siehe Tabelle)<br /> lag die Hazard Ratio bei den Patienten<br /> mit den höchsten HbA1c-Werten verglichen<br /> mit der Referenzgruppe bei 3,98<br /> (95 % KI 2,23–7,14).<br /> ■ Das Herzinsuffizienz-Risiko erhöhte sich<br /> mit steigenden HbA1c-Werten, ansteigendem<br /> Alter und zunehmender Diabetesdauer.<br /> ■ Es wurden weitere modifizierbare Faktoren<br /> identifiziert, die mit einem erhöhten Risiko in<br /> Zusammenhang standen: Rauchen, hoher<br /> systolischer Blutdruck und erhöhter BMI.<br /> ■ Herzklappenoperationen, Vorhofflimmern,<br /> Myokardinfarkte und ischämische Herzerkrankungen<br /> erwiesen sich ebenfalls als unabhängige<br /> Prädiktoren.<br /> ■ In einer Subgruppe von 18.281 Patienten<br /> (87 %), von denen Lipidwerte vorlagen,<br /> waren erhöhte HDL-Cholesterinwerte mit<br /> einem niedrigeren Herzinsuffizienz-Risiko,<br /> d. h. einer protektiven Wirkung assoziiert<br /> (0,60, 0,48–0,76 pro Anstieg um<br /> 1 mmol/l). Für die LDL-Cholesterinwerte<br /> hingegen wurde nur ein schwacher Zusammenhang<br /> festgestellt (1,13, 0,99–<br /> 1,28 pro Anstieg um 1 mmol/l; p = 0,07).<br /> ■ In einer weiteren Subgruppenanalyse von<br /> 16.291 Patienten mit Daten zur Mikroalbuminurie<br /> (78 %) erwies sich der HbA1c-Wert<br /> als unabhängiger Prädiktor für die Entwicklung<br /> einer Herzinsuffizienz (1,39, 1,27–<br /> 1,53 pro Anstieg um 1 %), die Mikroalbuminurie<br /> an sich jedoch nicht (1,17,<br /> A<br /> B<br /> 0<br /> 5<br /> 10<br /> 15<br /> 20<br /> Adjustierte Inzidenz pro 1.000 Patientenjahre<br /> 0 6 7 8 9 10 11<br /> 0<br /> 10<br /> 20<br /> 30<br /> 40<br /> Adjustierte Inzidenz pro 1.000 Patientenjahre<br /> Aktualisierter mittlerer HbA1c-Wert (%)<br /> Abbildung Inzidenz der Herzinsuffizienz<br /> entsprechend den verschiedenen<br /> Kategorien der aktualisierten<br /> mittleren HbA1c-Werte bei<br /> den 41–45-jährigen (A) und den<br /> 56–60-jährigen Patienten (B),<br /> deren Diagnose des Typ-1-Diabetes<br /> im Alter zwischen 11 und<br /> 20 Jahren erfolgte (Schätzung<br /> mittels Poisson-Regression). Die<br /> Daten wurden adjustiert für Alter,<br /> Geschlecht und Diabetesdauer.<br /> Fehlerbalken = 95 % KIs.<br /> HbA1c = glykosyliertes Hämoglobin<br /> A1c.<br /> © 2011<br /> Elsevier Professional Education,<br /> München<br /> diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> 0,93–1,48 für das Vorhandensein vs. das<br /> Nicht-Vorhandensein einer Mikroalbumin -<br /> urie).<br /> ■ Bei jenen 635 Patienten, die aufgrund einer<br /> Herzinsuffizienz in eine Klinik aufgenommen<br /> werden mussten, war der HbA1c-Wert<br /> ein unabhängiger Prädiktor für die Entwicklung<br /> der Störung, und zwar sowohl bei<br /> jenen Teilnehmern mit Herzinsuffizienz<br /> als Primärdiagnose (n = 288; 45 %; 1,36,<br /> 1,22–1,52 pro Anstieg um 1 %) als auch<br /> bei solchen Patienten, bei denen diese nur<br /> als Sekundärdiagnose gestellt wurde<br /> (n = 347; 55 %; 1,26, 1,14–1,39 pro Anstieg<br /> um 1 %).<br /> Schlussfolgerungen<br /> Die positive Korrelation zwischen dem HbA1c-<br /> Wert und dem Herzinsuffizienz-Risiko, die bei<br /> den in dieser Studie untersuchten relativ jungen<br /> Typ-1-Diabetikern nachgewiesen wurde,<br /> deutet darauf hin, dass sich das Auftreten<br /> einer Herzinsuffizienz durch eine verbesserte<br /> Blutzuckerkontrolle verhindern lassen könnte.<br /> Dies wird gestützt durch die Beobachtung,<br /> dass das Herzinsuffizienz-Risiko in der Gruppe<br /> sehr schlecht eingestellter Diabetiker viermal<br /> so hoch war wie in der Gruppe mit optimaler<br /> Blutzuckerkontrolle. Jeder Anstieg des<br /> HbA1c-Werts um 1% war mit einer Erhöhung<br /> des Herzinsuffizienz-Risikos um 30 % verbunden,<br /> und zwar unabhängig von den klassischen<br /> Risikofaktoren.<br /> Innerhalb der 9 Jahre des Follow-ups wurde<br /> jeder 30. der relativ jungen Patienten in dieser<br /> Studie wegen einer Herzinsuffizienz in ein<br /> Krankenhaus eingewiesen. Diese Zahl macht<br /> deutlich, dass eine Herzinsuffizienz eine wichtige<br /> diabetische Folgeerkrankung auch bei<br /> noch relativ jungen Typ-1-Diabetikern darstellt.<br /> Die Autoren schlussfolgern daher, dass<br /> die behandelnden Ärzte im Rahmen des therapeutischen<br /> Managements auch gegenüber<br /> den Zeichen und Symptomen einer Herzinsuffizienz<br /> besonders wachsam sein sollen.<br /> Zusammenfassung basierend auf dem<br /> Originalartikel:<br /> Glycaemic control and incidence of heart<br /> failure in 20 985 patients with type 1<br /> diabetes: an observational study<br /> M. Lind, I. Bounias, M. Olsson,<br /> S. Gudbjörnsdottir, A.-M. Svensson,<br /> A. Rosengren<br /> The Lancet 2011; 378(9786): 140–146.<br /> < 6,5 % (Referenzgruppe) 1,00 1,00 1,00<br /> 6,5 % bis <7,5 % 1,34 (0,82–2,21) 1,33 (0,81–2,18) 1,26 (0,76–2,07)<br /> 7,5 % bis <8,5 % 1,78 (1,10–2,87) 1,62 (1,00–2,63) 1,47 (0,91–2,38)<br /> 8,5 % bis <9,5 % 2,27 (1,40–3,69) 1,98 (1,21–3,22) 1,75 (1,07–2,85)<br /> 9,5 % bis <10,5 % 4,00 (2,39–6,69) 3,32 (1,98–5,58) 2,58 (1,54–4,34)<br /> ≥ 10,5 % 6,37 (3,57–11,4) 5,21 (2,92–9,26) 3,98 (2,23–7,14)<br /> Angegeben sind die Hazard Ratios (95 % KI). HbA1c = glykosyliertes Hämoglobin A1c. *Adjustiert für Alter, Geschlecht und Diabetesdauer.<br /> †Adjustierung wie in Modell 1; zusätzliche Adjustierung für den Raucherstatus, den Body-Mass-Index sowie den systolischen<br /> und diastolischen Blutdruck. ‡Adjustierung wie in Modell 2; zusätzliche Adjustierung für die Begleiterkrankungen am Ausgangszeitpunkt<br /> und die während der Nachbeobachtung aufgetretenen Begleiterkrankungen (inklusive Myokardinfarkt) sowie die<br /> Anwendung von Medikamenten.<br /> Tabelle Adjustierte Hazard Ratios<br /> für die Herzinsuffizienz-Entwicklung<br /> entsprechend der verschiedenen<br /> Kategorien der aktualisierten mittleren<br /> HbA1c-Werte (Cox-Regression)<a href='http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/wp-content/uploads/2011/11/Zsfsg_Lind_2011.pdf'>Zsfsg_Lind_2011</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/07/kurzstudie-lind-et-al-aus-the-lancet-2011-3789786-140%e2%80%93146/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Kurzstudie Griffin et al. aus The Lancet 2011; 378(9786): 156–167</title><link>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/07/kurzstudie-griffin-et-al-aus-the-lancet-2011-3789786-156%e2%80%93167/</link> <comments>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/07/kurzstudie-griffin-et-al-aus-the-lancet-2011-3789786-156%e2%80%93167/#comments</comments> <pubDate>Mon, 07 Nov 2011 08:21:31 +0000</pubDate> <dc:creator>admin</dc:creator> <category><![CDATA[Folgeerkrankungen des Diabetes]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/?p=183658354</guid> <description><![CDATA[Effekt einer frühzeitigen intensiven multifaktoriellen Therapie auf die kardiovaskulären 5-Jahres-Outcomes bei Patienten mit per Screening diagnostiziertem Typ-2-Diabetes (ADDITION-Europe): eine cluster-randomisierte Studie Hintergrund Typ-2-Diabetes ist als eine der häufigsten Krankheiten überhaupt mit einer erheblichen Morbidität und Mortalität aufgrund von kardiovaskulären Komplikationen verbunden, deren Behandlung mit einer enormen Kostenlast einhergeht. Untersuchungen wie die STENO-2-Studie haben gezeigt, dass [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Effekt einer frühzeitigen intensiven multifaktoriellen<br /> Therapie auf die kardiovaskulären<br /> 5-Jahres-Outcomes bei Patienten mit per<br /> Screening diagnostiziertem Typ-2-Diabetes<br /> (ADDITION-Europe): eine cluster-randomisierte<br /> Studie<br /> Hintergrund<br /> Typ-2-Diabetes ist als eine der häufigsten<br /> Krankheiten überhaupt mit einer erheblichen<br /> Morbidität und Mortalität aufgrund von kardiovaskulären<br /> Komplikationen verbunden, deren<br /> Behandlung mit einer enormen Kostenlast<br /> einhergeht.<br /> Untersuchungen wie die STENO-2-Studie<br /> haben gezeigt, dass sich das Risiko für kardiovaskuläre<br /> Ereignisse und Todesfälle bei<br /> Patienten mit lange bestehendem Diabetes<br /> und Mikroalbuminurie durch eine intensive<br /> multifaktorielle Therapie – also durch eine<br /> gleichzeitige Senkung von Blutzucker, Blutdruck<br /> und Cholesterinwerten – halbieren<br /> lässt.<br /> Der Therapieeffekt fiele womöglich stärker<br /> aus, wenn ein solcher Therapieansatz frühzeitig<br /> zur Anwendung käme. Wie es sich jedoch<br /> auswirken würde, wenn schon beim Zeitpunkt<br /> der Diagnose eine multifaktorielle Therapie<br /> initiiert wird, ist bislang ungeklärt.<br /> Da Typ-2-Diabetes lange vor dem Auftreten<br /> klinischer Symptome diagnostizierbar ist, ist<br /> eine Detektion zum Beispiel durch frühzeitige<br /> Screening-Maßnahmen möglich. Bei vielen<br /> Patienten sind bereits zum Diagnosezeitpunkt<br /> diabetesbedingte Komplikationen und potentiell<br /> modifizierbare kardiovaskuläre Risikofaktoren<br /> vorhanden.<br /> Zielsetzung der Studie<br /> Ziel dieser in Dänemark, den Niederlanden<br /> und Großbritannien durchgeführten Studie<br /> (ADDITION-Europe, Anglo-Danish-Dutch Study<br /> of Intensive Treatment In People with Screen<br /> Detected Diabetes in Primary Care) war es,<br /> den Effekt einer frühzeitigen multifaktoriellen<br /> Therapie bei Patienten zu untersuchen, deren<br /> Diabetes-Diagnose nicht aufgrund des Auftretens<br /> von klinischen Symptomen, sondern<br /> im Zuge eines frühzeitigen und gezielten<br /> Screenings erfolgte.<br /> Methoden<br /> ■ Im Rahmen dieser pragmatischen, clusterrandomisierten<br /> Parallelgruppenstudie unternahmen<br /> 343 Allgemeinarztpraxen ein<br /> populationsbasiertes, schrittweises Diabetes-<br /> Screening ihrer registrierten Patienten<br /> im Alter zwischen 40 und 69 Jahren (Niederlande:<br /> 50–69) mit bis zu diesem Zeitpunkt<br /> unbekannter Diabetes-Diagnose.<br /> ■ Die Praxen wurden anschließend im Verhältnis<br /> 1 :1 randomisiert, um ihre Patienten<br /> entweder routinemäßig zu behandeln (157<br /> Praxen; 1.377 Teilnehmer) oder einer intensiven<br /> Therapie multipler Risikofaktoren zu<br /> unterziehen (161 Praxen; 1.678 Teilnehmer).<br /> Patienten und Praxismitarbeiter waren<br /> gegenüber der Zuordnung verblindet.<br /> ■ Die intensive Behandlung bestand in einer<br /> zielwertorientierten Therapie von Hyper -<br /> glykämie (HbA1c < 7,0 %), Hypertonie<br /> (≤ 135/85 mmHg) und Hypercholesterin -<br /> ämie (Gesamtcholesterinwert bei Patienten<br /> mit KHK: < 4,5 mmol/l und bei Patienten<br /> ohne KHK: < 5,0 mmol/l). Diese sah Medikamente<br /> und Lebensstilveränderungen<br /> vor, die durch eine Routineversorgung<br /> ergänzt wurden (schrittweises Vorgehen<br /> gemäß der STENO-2-Studie).<br /> Als primäres Zielkriterium diente der zusammengesetzte<br /> Endpunkt aus kardiovaskulären<br /> Erstereignissen innerhalb der ersten<br /> 5 Jahre (kardiovaskuläre Morbidität und<br /> Mortalität [nicht-tödlicher Myokardinfarkt<br /> und nicht-tödlicher Schlaganfall], Revaskularisierung<br /> und nicht-traumabedingte Amputation).<br /> ■ Sekundäre Zielkriterien waren die Einzelereignisse<br /> des zusammengesetzten Endpunkts<br /> sowie die allgemeine Mortalität.<br /> A<br /> Anzahl der<br /> Patienten unter<br /> Risiko<br /> Routineversorgung<br /> Intensive Therapie<br /> 0<br /> 1.377<br /> 1.678<br /> 1<br /> 1.354<br /> 1.654<br /> 2<br /> 1.321<br /> 1.622<br /> 3<br /> 1.278<br /> 1.564<br /> 4<br /> 1.093<br /> 1.348<br /> 5<br /> 879<br /> 1.058<br /> 6<br /> 535<br /> 624<br /> 7<br /> 138<br /> 208<br /> Dauer des Follow-up (Jahre)<br /> 0<br /> 2<br /> 4<br /> 6<br /> 8<br /> 10<br /> 12<br /> 14<br /> Inzidenz (%)<br /> Routineversorgung<br /> Intensive Therapie<br /> Land HR (95 % KI)<br /> Kardiovaskuläre Mortalität<br /> Dänemark<br /> Großbritannien<br /> Niederlande<br /> Zwischensumme (I2 = 51,6 %)<br /> Myokardinfarkt<br /> Dänemark<br /> Großbritannien<br /> Niederlande<br /> Zwischensumme (I2 = 0,0 %)<br /> Schlaganfall<br /> Dänemark<br /> Großbritannien<br /> Niederlande<br /> Zwischensumme (I2 = 0,0 %)<br /> Revaskularisierung<br /> Dänemark<br /> Großbritannien<br /> Niederlande<br /> Zwischensumme (I2 = 0,0 %)<br /> Kombinierte kardiovaskuläre Ereignisse<br /> Dänemark<br /> Großbritannien<br /> Niederlande<br /> Zwischensumme (I2 = 0,0 %)<br /> 1,46 (0,69–3,12)<br /> 0,45 (0,19–1,06)<br /> 0,97 (0,14–6,82)<br /> 0,88 (0,51–1,51)<br /> 0,55 (0,28–1,09)<br /> 1,08 (0,40–2,94)<br /> 0,95 (0,14–6,52)<br /> 0,70 (0,41–1,21)<br /> 0,84 (0,34–2,04)<br /> 1,11 (0,52–2,35)<br /> 0,95 (0,14–6,56)<br /> 0,98 (0,57–1,71)<br /> 0,81 (0,49–1,35)<br /> 0,68 (0,32–1,46)<br /> 0,95 (0,30–3,00)<br /> 0,79 (0,53–1,18)<br /> 0,83 (0,59–1,16)<br /> 0,80 (0,55–1,17)<br /> 0,96 (0,45–2,03)<br /> 0,83 (0,65–1,05)<br /> 0,1 0,2 0,5 1,0 2,0<br /> Intensive Therapie überlegen Routineversorgung überlegen<br /> Abbildung 1 Kumulative Inzidenz<br /> und relatives Risiko für den zusammengesetzten<br /> kardiovaskulären<br /> Endpunkt.<br /> (A) Kumulative Inzidenzkurven<br /> nach Therapiegruppe. Die p-Werte<br /> wurden mittels Cox-Regression<br /> und Metaanalyse mit festen Effekten<br /> errechnet. (B) HRs für das Auftreten<br /> kardiovaskulärer Todesfälle,<br /> nicht-tödlicher Myokardinfarkte,<br /> nicht-tödlicher Schlaganfälle und<br /> Revaskularisationen als Erstereignis<br /> (sekundäre Endpunkte) sowie<br /> für das Auftreten kombinierter kardiovaskulärer<br /> Ereignisse (primärer<br /> Endpunkt) nach Land und insgesamt.<br /> HR = Hazard Ratio.<br /> Abbildung 2 Kumulative Inzidenz<br /> und relatives Risiko für die allgemeine<br /> Mortalität.<br /> (A) Kaplan-Meier-Überlebensschätzung<br /> nach Behandlungsgruppe.<br /> (B) HRs für die allgemeine<br /> Mortalität, nach Ländern und insgesamt.<br /> HR = Hazard Ratio.<br /> Ergebnisse<br /> ■ Die Gesamtheit der gescreenten Diabetiker<br /> zeigte bei Diagnose ausgeprägte unbehandelte<br /> kardiovaskuläre Risikofaktoren.<br /> Das Durchschnittsalter betrug 60,3 Jahre<br /> und die mittlere Nachbeobachtungsdauer<br /> lag bei 5,3 Jahren.<br /> ■ Im Laufe der Nachbeobachtungszeit kam<br /> es zu 238 kardiovaskulären Erstereignissen.<br /> Der kumulative Wahrscheinlichkeitsplot<br /> für den primären Endpunkt schien<br /> jedoch nach 4 Jahren Nachbeobachtungszeit<br /> zu diver gieren.<br /> ■ Im Zuge der vorab definierten Subgruppenanalysen<br /> zeigten sich keine Interaktionen<br /> zwischen der therapeutischen Intervention<br /> und dem Alter oder früheren kardiovaskulären<br /> Ereignissen (p > 0,1). Bei den Patienten<br /> unter 60 Jahren lag die geschätzte Hazard<br /> Ratio (HR) jedoch bei 1,12 (95 % KI 0,70–<br /> 1,79), bei den über 60-Jährigen hingegen<br /> bei 0,70 (0,52–0,95). Die HRs für die Einzelkomponenten<br /> des zusammengesetzten<br /> Endpunkts deuteten auf eine Überlegenheit<br /> der intensivierten Therapie hin, erreichten<br /> jedoch keine statistische Signifikanz.<br /> ■ Nach 5 Jahren waren in beiden Gruppen<br /> Verbesserungen bei den kardiovaskulären<br /> Risikofaktoren zu erkennen. Die im Gruppenvergleich<br /> betrachteten Veränderungen<br /> des HbA1c, der Cholesterinwerte und des<br /> Blutdrucks (systolisch und diastolisch) gegenüber<br /> den Ausgangswerten sprachen<br /> insgesamt aber für eine geringfügige, jedoch<br /> signifikante Überlegenheit der intensivierten<br /> Therapie.<br /> ■ Der Anteil der Patienten, die die Zielwerte<br /> erreichten, war unter den intensiv Behandelten<br /> höher als in der Standardtherapie-<br /> Gruppe. Gleichzeitig war die Anzahl der<br /> Patienten, die Aspirin, irgendein Antihypertensivum,<br /> einen ACE-Hemmer, ein Sartan,<br /> Antidiabetika allgemein oder Cholesterinsenker<br /> allgemein einnahmen, in der Grup-<br /> pe mit intensivierter Therapie geringfügig,<br /> jedoch signifikant höher als in der Gruppe<br /> unter Routinebehandlung.<br /> ■ Die Inzidenz der kardiovaskulären Erstereignisse<br /> lag in der Gruppe mit intensiver<br /> Therapie bei 7,2 % (13,5 pro 1.000 Personenjahre)<br /> und in der Gruppe mit Routinebehandlung<br /> bei 8,5 % (15,9 pro 1.000 Personenjahre)<br /> [Hazard Ratio 0,83, 95 % KI<br /> 0,65–1,05].<br /> ■ Die Werte für die allgemeine Mortalität betrugen<br /> jeweils 6,2 % (11,6 pro 1.000 Personenjahre)<br /> und 6,7 % (12,5 pro 1.000<br /> Personenjahre).<br /> ■ Die kombinierte HR für die allgemeine Mortalität<br /> lag im Zuge des Vergleichs zwischen<br /> intensiv behandelter und standardmäßig<br /> behandelter Gruppe bei 0,91 (95 % KI<br /> 0,69–1,21).<br /> ■ Die intensivierte Behandlung war nach 5<br /> Jahren mit einer nicht-signifikanten relativen<br /> Reduktion der Inzidenz von kardiovaskulären<br /> Ereignissen um 17 % verbunden.<br /> Interpretation der Ergebnisse<br /> Diese Untersuchung zeigt, dass ein Screening<br /> für den Typ-2-Diabetes und eine frühzeitig<br /> eingeleitete intensive multifaktorielle Therapie<br /> in der klinischen Praxis gut durchführbar<br /> sind.<br /> Die frühzeitig initiierte intensive Therapie war<br /> bei den untersuchten Typ-2-Diabetikern nach<br /> 5 Jahren mit einer Verbesserung der kardiovaskulären<br /> Risikofaktoren sowie einer geringfügigen,<br /> jedoch nicht-signifikanten relativen<br /> Verminderung der Inzidenz von kardiovaskulären<br /> Ereignissen und kardiovaskulären Todesfällen<br /> assoziiert. Dabei waren keinerlei negative<br /> Auswirkungen der Therapie feststellbar.<br /> Zusammenfassung basierend auf dem<br /> Originalartikel:<br /> Effect of early intensive multifactorial<br /> therapy on 5-year cardiovascular outcomes<br /> in individuals with type 2 diabetes<br /> detected by screening (ADDITIONEurope):<br /> a cluster-randomised trial<br /> S.J. Griffin, K. Borch-Johnsen, M.J. Davies,<br /> K. Khunti, G.E.H.M. Rutten, A. Sandbæk,<br /> S.J. Sharp, R.K. Simmons, M. van den<br /> Donk, N.J. Wareham, T. Lauritzen<br /> The Lancet 2011; 378(9786): 156–167.<a href='http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/wp-content/uploads/2011/11/Zsfsg_Griffin_2011.pdf'>Zsfsg_Griffin_2011</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/07/kurzstudie-griffin-et-al-aus-the-lancet-2011-3789786-156%e2%80%93167/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Kurzstudie Andrews et al. aus The Lancet 2011; 378(9786): 129–139</title><link>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/07/kurzstudie-andrews-et-al-aus-the-lancet-2011-3789786-129%e2%80%93139/</link> <comments>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/07/kurzstudie-andrews-et-al-aus-the-lancet-2011-3789786-129%e2%80%93139/#comments</comments> <pubDate>Mon, 07 Nov 2011 08:16:29 +0000</pubDate> <dc:creator>admin</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemeinmaßnahmen / Schulung]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/?p=183658351</guid> <description><![CDATA[Ernährungsberatung oder Ernährungsberatung plus körperliches Training versus Standardversorgung bei Patienten mit neu diagnostiziertem Typ-2-Diabetes: die Early ACTID-Studie, eine randomisierte, kontrollierte Studie Hintergrund Kurz nach der Diagnose kann bei Typ-2- Diabetikern durch Lebensstilmaßnahmen meist viel erreicht werden. Bislang waren allerdings keine groß angelegten Studien von ausreichender Dauer verfügbar, die den Effekt verschie - dener Interventionen bei [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Ernährungsberatung oder Ernährungsberatung<br /> plus körperliches Training versus<br /> Standardversorgung bei Patienten mit neu<br /> diagnostiziertem Typ-2-Diabetes: die Early<br /> ACTID-Studie, eine randomisierte,<br /> kontrollierte Studie<br /> Hintergrund<br /> Kurz nach der Diagnose kann bei Typ-2-<br /> Diabetikern durch Lebensstilmaßnahmen meist<br /> viel erreicht werden. Bislang waren allerdings<br /> keine groß angelegten Studien von ausreichender<br /> Dauer verfügbar, die den Effekt verschie -<br /> dener Interventionen bei Patienten mit frischer<br /> Diagnose miteinander verglichen haben.<br /> Ziel der Studie<br /> Untersuchung des Effekts von Ernährungsberatung<br /> und körperlichem Training auf Blutdruck,<br /> Blutzuckerwerte, Lipidprofil, Insulinresistenz<br /> und Insulinsekretion von Patienten mit<br /> neu diagnostiziertem Typ-2-Diabetes<br /> Studiendesign, Patienten und<br /> Methoden<br /> ■ Randomisierte, kontrollierte Multicenter-<br /> Studie in Südwestengland<br /> ■ Population (n = 593): Erwachsene im Alter<br /> von 30–80 Jahren mit Diagnose eines Typ-<br /> 2-Diabetes in den zurückliegenden 5–8<br /> Monaten (die meisten Patienten wiesen<br /> eine gute Blutzuckerkontrolle auf [HbA1c<br /> bei 68 % < 7,0 %], was für einen frühen<br /> Zeitpunkt nach der Diagnose charakteristisch<br /> ist)<br /> ■ Zuordnung der Patienten (n = 593) zu 3<br /> Behandlungsgruppen im Verhältnis von<br /> 2:5:5 (Ärzte verblindet):<br /> Σ Gruppe 1: Standardversorgung (n = 99;<br /> Kontrollgruppe; initiale Beratung zu Ernährung<br /> und Bewegung mit Nachuntersuchungen<br /> im 6-Monats-Rhythmus)<br /> Σ Gruppe 2: Intensive Ernährungsberatung<br /> mit dem Ziel, 5–10 % des Ausgangsgewichts<br /> abzunehmen und dieses<br /> Gewicht zu halten (n = 248;<br /> Konsultationen im 3-Monats-Turnus mit<br /> zusätzlicher, einmal monatlicher Beratung<br /> durch eine ausgebildete Krankenschwester)<br /> Σ Gruppe 3: Wie Gruppe 2, zusätzlich jedoch<br /> noch Pedometer-basiertes Aktivitätsprogramm<br /> mit motivierender Literatur<br /> und Tagebuchaufzeichnungen; den<br /> Patienten wurde empfohlen, an 5 Wochentagen<br /> einen mindestens 30-minütigen<br /> Spaziergang in schneller Gangart<br /> durchzuführen (n = 246)<br /> ■ Primäre Zielkriterien: Verbesserung von<br /> HbA1c-Wert und Blutdruck nach 6 Monaten<br /> ■ Während der ersten 6 Monate wurde die<br /> Diabetestherapie durch die (verblindeten)<br /> Ärzte nur geändert, wenn die Nüchternblutzuckerwerte<br /> auf über 12,0 mmol/l anstiegen,<br /> die Patienten symptomatisch wurden<br /> oder Blutdruckwerte über 160/90 mmHg<br /> gemessen wurden. Dabei kam ein strenges<br /> Protokoll zur Anwendung, um das Risiko<br /> eines Performance Bias zu minimieren.<br /> Wäh rend der nachfolgenden 6 Monate erfolgte<br /> die Behandlung zielwertorientiert<br /> (HbA1c: < 7,4 %; Blutdruck < 140/85 mmHg;<br /> Gesamtcholesterin < 4,0 mmol/l; HDLCholesterin<br /> > 1,0 mmol/l, LDL-Cholesterin<br /> < 2,0 mmol/l; Triglyzeridwert <2,0 mmol/l).<br /> Tabelle Primäre Zielkriterien nach 6 und 12 Monaten<br /> Mittelwert (SA) Gruppenunterschied p Gruppenunterschied p<br /> nach 6 Monaten nach 12 Monaten<br /> (95 % KI)* (95 % KI)*<br /> Ausgangs- 6 Monate 12 Monate<br /> zeitpunkt<br /> HbA1c (%)<br /> Standardversorgung 6,72 (1,02) 6,86 (1,02) 6,81 (0,91) .. .. .. ..<br /> Diät 6,64 (0,93) 6,57 (1,06) 6,55 (0,95) .. .. .. ..<br /> Diät und körperliches Training 6,69 (0,99) 6,60 (1,00) 6,65 (0,93) .. .. .. ..<br /> Diät und körperliches Training vs Diät .. .. .. –0,05 (–0,18 bis 0,09) 0,51 0,06 (–0,08 bis 0,19) 0,43<br /> Diät vs Standardversorgung .. .. .. –0,28 (–0,46 bis –0,10) 0,0049† –0,26 (–0,44 bis –0,08) 0,005<br /> Diät und körperliches Training vs .. .. .. –0,33 (–0,51 bis –0,14) 0,0009† –0,21 (–0,39 bis –0,02) 0,027<br /> Standardversorgung<br /> Systolischer Blutdruck (mmHg)<br /> Standardversorgung 135 (14) 134 (13) 133 (12) .. .. .. ..<br /> Diät 133 (15) 133 (15) 132 (14) .. .. .. ..<br /> Diät und körperliches Training 133 (15) 133 (15) 133 (15) .. .. .. ..<br /> Diät und körperliches Training vs Diät .. .. .. 1,14 (–0,88 bis 3,15) 0,27 1,27 (–0,73 bis 3,26) 0,21<br /> Diät vs Standardversorgung .. .. .. 0,02 (–2,65 bis 2,68) 1† –0,04 (–2,76 bis 2,68) 0,98<br /> Diät und körperliches Training vs .. .. .. 1,15 (–1,53 bis 3,83) 0,80† 1,22 (–1,51 bis 3,96) 0,38<br /> Standardversorgung<br /> Diastolischer Blutdruck (mmHg)<br /> Standardversorgung 80 (9) 79 (8) 79 (10) .. .. .. ..<br /> Diät 79 (8) 79 (9) 79 (8) .. .. .. ..<br /> Diät und körperliches Training 79 (8) 79 (8) 79 (9) .. .. .. ..<br /> Diät und körperliches Training vs Diät .. .. .. 0,39 (–0,83 bis 1,61) 0,53 0,36 (–0,91 bis 1,64) 0,58<br /> Diät vs Standardversorgung .. .. .. 0,43 (–1,20 bis 2,06) 1† 0,44 (–1,30 bis 2,18) 0,62<br /> Diät und körperliches Training vs .. .. .. 0,82 (–0,82 bis 2,45) 0,65† 0,80 (–0,95 bis 2,56) 0,37<br /> Standardversorgung<br /> HbA1c = glykosyliertes Hämoglobin A1c. *Adjustiert für männliches oder weibliches Geschlecht, den Rekrutierungsweg (Allgemeinarztpraxis, Informationszentrum, Werbung), das<br /> Alter (kontinuierliche Variable), den Fitnessgrad (gering [wenn der maximale Sauerstoffverbrauch gemäß den normativen Daten gering oder sehr gering ist] oder hoch [wenn der<br /> maximale Sauerstoffverbrauch gemäß den normativen Daten mittelgradig, gut, sehr gut oder hervorragend ist], das Studienzentrum (Taunton, North Bristol, South Bristol oder Cheltenham<br /> und Gloucester), den HbA1c-Ausgangswert (kontinuierliche Variable) und den Blutdruck (<120/80 mmHg, 120/80–139/89 mmHg oder ≥140/90 mmHg). †Bonferroni-Korrektur<br /> (p’ = min [1, kp], wenn k = Anzahl der 1 df-Tests).<br /> Ergebnisse<br /> ■ Die Gesamtzahl der Patienten mit sportlicher<br /> Aktivität hatte sich im 12-Monats-<br /> Zeitraum insgesamt verdoppelt.<br /> ■ Mehr als 90 % der Patienten in Gruppe 3<br /> hatten tägliche Pedometer-Aufzeichnungen<br /> aufzuweisen (Mittelwert 6,7 Tage pro<br /> Woche, SA 0,3). Nach 6 Monaten hatte<br /> sich die Durchschnittszahl an täglich gelaufenen<br /> Schritten um 17 % erhöht und<br /> dieses Niveau wurde bis zum Ende der<br /> Studie aufrechterhalten.<br /> ■ Die Blutdruckwerte waren nach 6 Monaten<br /> in allen Gruppen gleich.<br /> ■ In den Gruppen 2 und 3 wurden nach 6<br /> Monaten Verbesserungen der HDL- und<br /> der Triglyzeridwerte verzeichnet, wobei die<br /> Verbesserungen in Gruppe 3 deutlicher<br /> ausfielen. Nach 12 Monaten waren die<br /> Werte jedoch in beiden Gruppen wieder<br /> auf demselben Niveau.<br /> ■ Die Blutzuckerkontrolle hatte sich nach<br /> 6 Monaten in der Kontrollgruppe geringfügig<br /> verschlechtert (mittlerer HbA1c-Ausgangswert:<br /> 6,72 [SA 1,02]; 6-Monats-<br /> Mittelwert: 6,86 [1,02]).<br /> ■ In den Gruppen 2 und 3 hingegen hatten<br /> sich die Blutzuckerwerte signifikant verbessert:<br /> gegenüber den Ausgangswerten adjustierte<br /> HbA1c-Wert-Differenzen jeweils –<br /> 0,28 % (95 % KI –0,46 bis –0,10;<br /> p = 0,005) und –0,33 % (–0,51 bis –0,14;<br /> p < 0,001).<br /> ■ Diese Differenzen blieben über 12 Monate<br /> bestehen, und zwar trotz einer verminderten<br /> Anwendung von Antidiabetika.<br /> ■ Im Vergleich zwischen der Kontrollgruppe<br /> und den Gruppen 2 und 3 wurden auch<br /> Senkungen des Körpergewichts und Verbesserungen<br /> der Insulinresistenz festgestellt.<br /> ■ Nach 6 Monaten war die Anwendung von<br /> Antidiabetika in allen Gruppen vergleichbar,<br /> jedoch war die Wahrscheinlichkeit für eine<br /> Anwendung in der Kontrollgruppe nach 12<br /> Monaten höher. Die Einnahme von Antihypertensiva<br /> und von Medikamenten zur Regulierung<br /> des Lipidprofils war nach 6 und<br /> 12 Monaten in allen Gruppen vergleichbar.<br /> ■ Hinsichtlich der primären und sekundären<br /> Zielkriterien wurden jedoch keine bedeutenden<br /> Unterschiede zwischen Gruppe 2<br /> und Gruppe 3 festgestellt.<br /> Schlussfolgerungen<br /> Im Vergleich zur Standardversorgung konnte<br /> eine kurz nach der Diagnose des Typ-2-<br /> Diabetes erfolgende intensive Ernährungsberatung<br /> (6,5 Stunden über 12 Monate) die<br /> Blutzuckerkontrolle verbessern, das Gewicht<br /> reduzieren, die Anwendung von Antidiabetika<br /> verringern und die Insulinresistenz verbessern.<br /> Die Ergänzung dieser Maßnahme durch körperliches<br /> Training (Gruppe 3) brachte überraschenderweise<br /> keinen zusätzlichen Nutzen.<br /> Daraus kann abgeleitet werden, dass sich die<br /> unmittelbar nach der Diabetesdiagnose eingeleitete<br /> therapeutische Betreuung offenbar<br /> besonders auf die Ernährungsberatung konzentrieren<br /> sollte.<br /> Die Frage, warum das körperliche Training in<br /> der vorliegenden Studie keinen Zusatznutzen<br /> brachte, kann nicht befriedigend beantwortet<br /> werden. Möglicherweise war die Intensität<br /> des körperlichen Trainings unzureichend oder<br /> die Art des Trainings unpassend. Auch konnte<br /> nicht ausgeschlossen werden, dass sich<br /> Patienten für die zusätzliche körperliche Anstrengung<br /> mit mehr Essen belohnten.<br /> Zusammenfassung basierend auf dem<br /> Originalartikel:<br /> Diet or diet plus physical activity versus<br /> usual care in patients with newly<br /> diagnosed type 2 diabetes: the Early<br /> ACTID randomised controlled trial<br /> R.C. Andrews, A.R. Cooper, A.A. Montgomery,<br /> A.J. Norcross, T.J. Peters, D.J. Sharp,<br /> N. Jackson, K. Fitzsimons, J. Bright,<br /> K. Coulman, C.Y. England, J. Gorton,<br /> A.M. McLenaghan, E. Paxton, A. Polet,<br /> C. Thompson, C.M. Dayan<br /> The Lancet 2011; 378(9786): 129–139.<a href='http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/wp-content/uploads/2011/11/Zsfsg_Andrews_2011.pdf'>Zsfsg_Andrews_2011</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/07/kurzstudie-andrews-et-al-aus-the-lancet-2011-3789786-129%e2%80%93139/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Kurzstudie Williams et al. aus Diabetes Research and Clinical Practice 2011; 91(3): 363–370</title><link>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/16/kurzstudie-williams-et-al-aus-diabetes-research-and-clinical-practice-2011-913-363%e2%80%93370/</link> <comments>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/16/kurzstudie-williams-et-al-aus-diabetes-research-and-clinical-practice-2011-913-363%e2%80%93370/#comments</comments> <pubDate>Tue, 16 Aug 2011 14:42:45 +0000</pubDate> <dc:creator>admin</dc:creator> <category><![CDATA[Orale Antidiabetika - Therapie]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/?p=183658348</guid> <description><![CDATA[Auswirkungen von Hypoglykämien auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität, die Therapiezufriedenheit und die Nutzung von Ressourcen im Gesundheitswesen bei Patienten mit Typ-2-Diabetes Zielsetzung der Studie Quantifizierung der patientenberichteten Hypoglykämie- Raten und Untersuchung ihres Zusammenhangs mit der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQL, Health-Related Quality of Life), der Therapiezufriedenheit und der Nutzung von Ressourcen im Gesundheitswesen Patienten und Methoden ■ Rekrutierung [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Auswirkungen von Hypoglykämien auf die<br /> gesundheitsbezogene Lebensqualität, die<br /> Therapiezufriedenheit und die Nutzung<br /> von Ressourcen im Gesundheitswesen<br /> bei Patienten mit Typ-2-Diabetes<br /> Zielsetzung der Studie<br /> Quantifizierung der patientenberichteten Hypoglykämie-<br /> Raten und Untersuchung ihres<br /> Zusammenhangs mit der gesundheitsbezogenen<br /> Lebensqualität (HRQL, Health-Related<br /> Quality of Life), der Therapiezufriedenheit und<br /> der Nutzung von Ressourcen im Gesundheitswesen<br /> Patienten und Methoden<br /> ■ Rekrutierung von Nutzern des Internet-basierten<br /> Fragebogens „US National Health<br /> and Wellness Survey“ und des Online-Panels<br /> „Ailment Panel of Lightspeed Online<br /> Research“ auf der Basis der im Zeitraum<br /> 2006–2008 erhobenen Daten<br /> ■ Internet-basierte Erhebung, an der letztendlich<br /> 2.074 erwachsene Typ-2-Dia -<br /> betiker mitwirkten, die ≥ 1 OAD einnahmen,<br /> jedoch kein Insulin spritzten<br /> ■ Erfassung von Daten zu Lebenshintergrund,<br /> Diabeteserkrankung, -therapie und<br /> Begleiterkrankungen<br /> ■ Spezifische Erhebung zum Auftreten und<br /> zur Häufigkeit von kognitiven und physiologischen<br /> Symptomen anhand des DSMFragebogens<br /> mit 30 Items (Diabetes<br /> Symptom Measure)<br /> ■ Untersuchung der gesundheitsbezogenen<br /> Lebensqualität mithilfe des EQ-5D-Fra ge -<br /> bogens (Dimensionen Beweglichkeit/<br /> Mobilität, Für-Sich-Selbst-Sorgen, Alltagsaktivitäten,<br /> Schmerzen/körperliche Beschwerden,<br /> Angst/Niedergeschlagenheit)<br /> ■ Erhebung der Therapiezufriedenheit anhand<br /> des Tools DiabMedSat (Diabetes<br /> Medication Satisfaction), einem Instrument<br /> mit 21 Items und 3 Domänen (Zufriedenheit<br /> in Bezug auf den Erkrankungsalltag wie<br /> Häufigkeit der Blutzuckermessungen oder<br /> Häufigkeit der Verabreichung von Medikamenten,<br /> Wirksamkeit und Symptome)<br /> ■ Erfassung der diabetesbedingten Besuche<br /> einer Notaufnahme oder Arztpraxis sowie<br /> der stationären Aufnahmen<br /> Ergebnisse<br /> ■ Die Patienten, bei denen es in den 2 Wochen<br /> vor der Erhebung zu Hypoglykämie-<br /> Symptomen bzw. Unterzuckerungen gekommen<br /> war (n = 286; 13,78 %), wiesen<br /> eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit<br /> für eine geringere HRQL in Bezug auf mehrere<br /> Parameter auf:<br /> Σ Vermehrte Einschränkung der Beweglichkeit/<br /> Mobilität (b = 0,66, OR = 1,93,<br /> p < 0,0001) und der Alltagsaktivitäten<br /> (b = 0,58, OR = 1,78, p < 0,0001)<br /> Σ Verstärkte Schmerzen/körperliche Beschwerden<br /> (b = 0,69, OR = 2,00,<br /> p < 0,0001)<br /> Σ Vermehrte Angst/Niedergeschlagenheit<br /> (b = 0,84, OR = 2,31, p < 0,0001)<br /> ■ Bei den Patienten mit Hypoglykämien<br /> waren die Wahrscheinlichkeiten für extreme<br /> Schmerzen/körperliche Beschwerden<br /> (0,14 vs. 0,06) und extreme Angst/Niedergeschlagenheit<br /> (0,10 vs. 0,03) mehr als<br /> doppelt so hoch als bei den Patienten<br /> ohne Hypoglykämien.<br /> ■ Auch zeigten sie insgesamt eine geringere<br /> Therapiezufriedenheit als die Patienten<br /> ohne Hypoglykämien. Der gemessene<br /> Wert (b = –7,66, p < 0,0001) entspricht<br /> © 2011<br /> Elsevier Professional Education,<br /> München<br /> diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> © 2011<br /> Elsevier Professional Education,<br /> München<br /> nach Adjustierung für demographische<br /> Charakteristika und Patientenmerkmale<br /> einer relativen Verminderung des Therapiezufriedenheit-<br /> Gesamtscores um 9,9 %.<br /> ■ Zudem waren die von den Patienten gemeldeten<br /> diabetesbedingten Besuche in<br /> einer Notaufnahme (b = 0,98, p = 0,004)<br /> und beim Arzt (b = 0,30, p < 0,0001) in den<br /> 6 Monaten vor der Erhebung häufiger.<br /> Übertragen auf eine größere Stichprobe<br /> würden sich pro 1.000 Patienten mit und<br /> ohne Hypoglykämien folgende Zahlen ergeben:<br /> Σ Besuche in einer Notaufnahme: 300 vs.<br /> 190 (110 mehr bei den Patienten mit<br /> Hypoglykämien)<br /> Σ Diabetesbedingte Besuche in einer Notaufnahme:<br /> 70 vs. 20<br /> Σ Besuche beim Arzt: 5.220 vs. 3.830<br /> ■ Signifikante Prädiktoren für das Auftreten<br /> von hypoglykämischen Episoden (Vergleich<br /> zwischen Patienten mit und ohne<br /> Hypoglykämien):<br /> Σ Jüngeres Lebensalter (56,40 vs. 60,64,<br /> p < 0,0001)<br /> Σ Geringere Wahrscheinlichkeit, weißer<br /> Hautfarbe zu sein (77,97 % vs. 88,14 %,<br /> p = 0,0001)<br /> Σ Geringere Wahrscheinlichkeit, krankenversichert<br /> zu sein (85,31 % vs. 92,00 %,<br /> p = 0,0025)<br /> Σ Höhere Wahrscheinlichkeit, ein Jahreseinkommen<br /> von unter 50.000 USDollar<br /> zu haben (60,49 % vs. 49,22 %,<br /> p = 0,0004)<br /> Σ Höhere Wahrscheinlichkeit für die<br /> Anwendung eines Sulfonylharnstoffs<br /> (64,34 % vs. 45,97 %, p < 0,0001)<br /> Σ Geringere Wahrscheinlichkeit für das Erreichen<br /> des HbA1c-Zielwerts (10,84%<br /> vs. 21,64 %, p < 0,0001)<br /> Σ Höhere Wahrscheinlichkeit für Unkenntnis<br /> des eigenen HbA1c-Werts (27,62%<br /> vs. 20,92 %, p = 0,018)<br /> Σ Höhere Inzidenz der Nicht-Adhärenz gegenüber<br /> dem Therapieplan (19,93 % vs.<br /> 13,8 %, p = 0,007)<br /> Schlussfolgerungen<br /> ■ In Widerspruch zur gängigen Meinung,<br /> dass ältere Patienten ein höheres Risiko für<br /> Hypoglykämien aufweisen, hat diese Analyse<br /> gezeigt, dass Unterzuckerungen bei<br /> jüngeren Diabetikern häufiger sind. Es kann<br /> jedoch nicht ausgeschlossen werden,<br /> dass die Erfassung von Hypoglykämien bei<br /> den älteren Patienten lückenhafter war als<br /> bei den Jüngeren.<br /> ■ Bei den im Rahmen dieser Studie analysierten,<br /> mit OADs behandelten Typ-2-<br /> Diabetikern waren Hypoglykämie-Symp -<br /> tome tendenziell mit einer signifikant<br /> niedrigeren HRQL, einer geringeren Therapiezufriedenheit<br /> und einer stärkeren Inanspruchnahme<br /> von Ressourcen des Gesundheitswesens<br /> korreliert.<br /> ■ Wenn dem Auftreten von Hypoglykämien<br /> durch individualisierte ärztliche Betreuung<br /> und die Anwendung von Therapien mit geringem<br /> Hypoglykämie-Risiko gezielt vorgebeugt<br /> wird, könnte in der Folge durch eine<br /> verbesserte Therapiezufriedenheit und<br /> eine gesteigerte Lebensqualität auch die<br /> Blutzuckerkontrolle verbessert werden.<br /> Zusammenfassung basierend auf dem<br /> Originalartikel:<br /> Effects of hypoglycemia on health-related<br /> quality of life, treatment satisfaction and<br /> healthcare resource utilization in patients<br /> with type 2 diabetes mellitus<br /> S.A. Williams, M.F. Pollack,<br /> M. DiBonaventura<br /> Diabetes Research and Clinical Practice<br /> 2011; 91(3): 363–370.<a href='http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/wp-content/uploads/2011/08/DiaVIP_Zsfsg_Williams.pdf'>DiaVIP_Zsfsg_Williams</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/16/kurzstudie-williams-et-al-aus-diabetes-research-and-clinical-practice-2011-913-363%e2%80%93370/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> </channel> </rss>
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