<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?> <rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/" ><channel><title>DiaVIP-Archiv</title> <atom:link href="http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv</link> <description>Premium news</description> <lastBuildDate>Sun, 22 Apr 2012 14:50:25 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <item><title>Kurzstudie der DCCT/EDIC Research Group aus The New England Journal of Medicine 2011; 365(25): 2366–2376</title><link>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/22/kurzstudie-der-dcctedic-research-group-aus-the-new-england-journal-of-medicine-2011-36525-2366%e2%80%932376/</link> <comments>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/22/kurzstudie-der-dcctedic-research-group-aus-the-new-england-journal-of-medicine-2011-36525-2366%e2%80%932376/#comments</comments> <pubDate>Sun, 22 Apr 2012 14:50:18 +0000</pubDate> <dc:creator>admin</dc:creator> <category><![CDATA[Folgeerkrankungen des Diabetes]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/?p=183658409</guid> <description><![CDATA[diabetes-dialog Premium-News © 2012 Elsevier Professional Solutions, München Intensivierte Diabetestherapie und glomeruläre Filtrationsrate bei Patienten mit Typ-1-Diabetes Hintergrund Eine Abnahme der glomerulären Filtrationsrate (GFR) führt in vielen Fällen letztendlich zur terminalen Niereninsuffizienz und geht mit einer Erhöhung des Risikos für kardiovaskuläre Erkrankungen und des Mortalitätsrisikos einher. Typ-1-Diabetiker tragen ein hohes Risiko für Nierenerkrankungen, jedoch gibt [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> © 2012<br /> Elsevier Professional Solutions,<br /> München<br /> Intensivierte Diabetestherapie und glomeruläre<br /> Filtrationsrate bei Patienten mit Typ-1-Diabetes<br /> Hintergrund<br /> Eine Abnahme der glomerulären Filtrationsrate<br /> (GFR) führt in vielen Fällen letztendlich zur<br /> terminalen Niereninsuffizienz und geht mit<br /> einer Erhöhung des Risikos für kardiovaskuläre<br /> Erkrankungen und des Mortalitätsrisikos<br /> einher. Typ-1-Diabetiker tragen ein hohes Risiko<br /> für Nierenerkrankungen, jedoch gibt es<br /> keine medizinischen Interventionen, die bei<br /> diesen Patienten die Entwicklung einer diabetischen<br /> Nephropathie erwiesenermaßen verhindern<br /> können.<br /> Ziel der Studie<br /> Untersuchung der Langzeiteffekte einer intensivierten<br /> Diabetestherapie auf das Risiko für<br /> eine Einschränkung der GFR<br /> Studiendesign, Patienten<br /> und Methoden<br /> ■ Im Rahmen der multizentrischen DCCT-Studie<br /> (Diabetes Control and Complications<br /> Trial) wurden 1.441 Typ-1-Diabetiker im Alter<br /> von 13 bis 39 Jahren entweder einer 6,5<br /> Jahre andauernden intensivierten Diabetesbehandlung<br /> zugeordnet, die darauf abzielte,<br /> die Blutglucosewerte in den Normbereich<br /> (HbA1c < 6,05 %) abzusenken, oder einer<br /> konventionellen Therapie zugeteilt. Letztere<br /> hatte das Ziel, das Auftreten von hyperglyk -<br /> ämischen Symptomen und Hypoglykämien<br /> zu verhindern. Die intensivierte Therapie bestand<br /> in drei oder mehr Insulininjektionen<br /> täglich oder in der Anwendung einer Insulinpumpe<br /> und die konventionelle Behandlung<br /> in 1–2 täglichen Insulininjektionen.<br /> ■ 1.375 Teilnehmer der DCCT-Studie wurden<br /> nach Beendigung der DCCT-Studie im<br /> Jahr 1993 im Rahmen der EDIC-Studie<br /> (Epidemiology of Diabetes Interventions<br /> and Complications) weiter nachbeobachtet.<br /> Den ursprünglich intensiv behandelten<br /> Patienten wurde zu einer Fortsetzung geraten<br /> und den konventionell behandelten<br /> Teilnehmern wurde angeboten, zur intensivierten<br /> Therapie überzugehen.<br /> ■ Jährliche Messung der Serumkreatininwerte<br /> ■ Berechnung der GFR anhand der CKDEPI-<br /> Formel (Chronic Kidney Disease Epidemiology<br /> Collaboration Formula)<br /> ■ Eine Nierenfunktionsstörung lag definitionsgemäß<br /> vor, wenn bei zwei aufeinander<br /> folgenden Messungen GFR-Werte von<br /> < 60 ml pro Minute pro 1,73m2 Körperoberfläche<br /> festgestellt wurden.<br /> Ergebnisse<br /> ■ Im Nachbeobachtungszeitraum der DCCT<br /> und EDIC, der im Median 22 Jahre betrug,<br /> entwickelten 24 intensiv behandelte Patienten<br /> und 46 mit einer konventionellen<br /> Therapie behandelte Patienten eine eingeschränkte<br /> Nierenfunktion. Hieraus wurde<br /> eine relative Risikoreduktion von 50 % unter<br /> intensivierter Therapie errechnet (95 % KI<br /> 18–69; P = 0,006). Dieser Effekt zeigte<br /> sich erst nach einem Zeitraum von mehr<br /> als 10 Jahren nach Randomisierung für die<br /> DCCT-Studie.<br /> ■ Die kumulative Inzidenz einer eingeschränkten<br /> GFR lag 20 Jahre nach der<br /> Randomisierung bei den der intensiven<br /> Therapie zugeordneten Patienten bei 2,0%<br /> und bei den konventionell Behandelten bei<br /> 5,5 %. Durch die intensive Therapie wurde<br /> das Risiko für das Auftreten des zusammengesetzten<br /> Endpunkts aus einer eingeschränkten<br /> GFR und dem Tod um 37%<br /> abgesenkt (95 % KI 10–55; P = 0,01).<br /> ■ Folgende Parameter waren in starkem<br /> Maße mit einem erhöhten Risiko für eine<br /> eingeschränkte Nierenfunktion korreliert:<br /> Σ Höhere HbA1c-Werte<br /> Σ Höhere Albumin-Exkretionsrate<br /> diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> © 2012<br /> Elsevier Professional Solutions,<br /> München<br /> Σ Höherer Blutdruck<br /> Σ Anwendung von Antihypertensiva und<br /> RAAS-Inhibitoren<br /> ■ Von den o. g. Patienten entwickelten 8 der<br /> intensiv behandelten Gruppe und 16 der<br /> Standardtherapie-Gruppe eine terminale<br /> Niereninsuffizienz.<br /> ■ Im Rahmen der DCCT-Studie war die Abnahme<br /> der mittleren geschätzten GFR<br /> unter intensiver Therapie um 1,7 ml/min/<br /> 1,73m2 höher als unter der konventionellen<br /> Therapie. Während der EDIC-Studie<br /> war die intensive Therapie jedoch mit einer<br /> Verlangsamung der GFR-Senkungsrate<br /> und einer Erhöhung der geschätzten mittleren<br /> GFR um 2,5 ml/min/1,73m2 verbunden<br /> (P < 0,001 für beide Vergleiche).<br /> Schlussfolgerung/Interpretation<br /> Eine frühzeitig eingeleitete intensivierte Diabetestherapie<br /> senkt das Langzeitrisiko für<br /> die Entwicklung einer verminderten GFR bei<br /> Typ-1-Diabetikern signifikant gegenüber einer<br /> konventionellen Therapie. Die Ergebnisse der<br /> vorliegenden Analyse legen für Typ-1-Dia be tiker<br /> einen HbA1c-Zielwert von < 7,0 % nahe. Die Autoren<br /> dieses Artikels sind der Ansicht, dass<br /> diese Ergebnisse mit starker Evidenz dafür<br /> sprechen, dass eine Einschränkung der Nierenfunktion<br /> bei Typ-1-Dia betikern verhindert<br /> werden kann und dass der frühzeitigen Blutzuckerkontrolle<br /> dabei eine große Bedeutung zukommt.<br /> Zusammenfassung basierend auf<br /> dem Originalartikel:<br /> Intensive Diabetes Therapy and Glomerular<br /> Filtration Rate in Type 1 Diabetes<br /> The DCCT/EDIC Research Group<br /> The New England Journal of Medicine<br /> 2011; 365(25): 2366–<a href='http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/wp-content/uploads/2012/04/diaVIP_Zsfsg_DCCT.pdf'>diaVIP_Zsfsg_DCCT</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/22/kurzstudie-der-dcctedic-research-group-aus-the-new-england-journal-of-medicine-2011-36525-2366%e2%80%932376/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Kurzstudie Traub et al. aus Menopause: The Journal of The North American Menopause Society 2012; 19(1): 62–66</title><link>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/22/kurzstudie-traub-et-al-aus-menopause-the-journal-of-the-north-american-menopause-society-2012-191-62%e2%80%9366/</link> <comments>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/22/kurzstudie-traub-et-al-aus-menopause-the-journal-of-the-north-american-menopause-society-2012-191-62%e2%80%9366/#comments</comments> <pubDate>Sun, 22 Apr 2012 14:44:03 +0000</pubDate> <dc:creator>admin</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemeinmaßnahmen / Schulung]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/?p=183658403</guid> <description><![CDATA[diabetes-dialog Premium-News Hintergrund Gegenwärtiger Standard zur Beurteilung der Blutglucose-Homöostase ist der orale Glucosetoleranztest (OGTT) mit 75 g flüssiger Glucose, der nach einer nächtlichen Nüchternphase durchgeführt wird. Beim OGTT wird der Blutzuckerwert bekanntermaßen 2 Stunden später ermittelt. Obwohl der OGTT nützliche diagnostische Informationen liefert, besteht Bedarf an einer besseren diagnostischen Methode, da die Aufnahme von 75 [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> Hintergrund<br /> Gegenwärtiger Standard zur Beurteilung der<br /> Blutglucose-Homöostase ist der orale Glucosetoleranztest<br /> (OGTT) mit 75 g flüssiger Glucose,<br /> der nach einer nächtlichen Nüchternphase<br /> durchgeführt wird. Beim OGTT wird<br /> der Blutzuckerwert bekanntermaßen 2 Stunden<br /> später ermittelt. Obwohl der OGTT nützliche<br /> diagnostische Informationen liefert,<br /> besteht Bedarf an einer besseren diagnostischen<br /> Methode, da die Aufnahme von 75 g<br /> Glucose relativ unphysiologisch ist und den<br /> Blutglucosestoffwechsel unter normalen Ernährungsbedingungen<br /> nicht widerspiegelt.<br /> Ein Blutglucosetest mithilfe einer gemischten<br /> Testmahlzeit (MMTT, Mixed Meal Tolerance<br /> Test) hingegen ist der Physiologie des Körpers<br /> besser angepasst, jedoch kostspielig<br /> und in der Klinik schwer durchführbar. Daher<br /> stellten die Verfasser dieser Studie die Hypothese<br /> auf, dass flüssige Glucose auch durch<br /> einen Muffin ersetzt werden könnte, der<br /> neben Zucker auch Fett und Proteine enthält.<br /> Ziel dieser Untersuchung<br /> Vergleich der Effektivität des „Muffin-Tests“<br /> (MT) mit der des OGTT zur Diagnose einer gestörten<br /> Glucosetoleranz (IGT, Impaired Glucose<br /> Tolerance)<br /> Studiendesign, Patienten<br /> und Methoden<br /> ■ Querschnittsstudie<br /> ■ Patientenpopulation: 73 gesunde Frauen<br /> unterschiedlicher ethnischer Herkunft (Alter<br /> 42–58), deren Menopause weniger als 36<br /> Monate zuvor eingesetzt hatte und die Teilnehmerinnen<br /> der Kronos Early Estrogen<br /> Prevention Study waren<br /> ■ Die Frauen waren zumeist übergewichtig<br /> (BMI 25–30 kg/m2) und wiesen erhöhte<br /> LDL-Cholesterinwerte auf (< 120 mg/dl).<br /> ■ Nach einer Blutentnahme im Anschluss<br /> an eine 10-stündige Nüchternphase erhielten<br /> die Teilnehmerinnen einen Muffin<br /> und ein Getränk, die innerhalb von 10 Minuten<br /> verzehrt werden mussten. Zwei<br /> Stunden später wurden die Blutzuckerwerte<br /> gemessen. Bei einem Teil der Frauen<br /> (n = 12) wurde im Rahmen eines zweiten<br /> Termins ein OGTT und im Rahmen<br /> eines dritten Termins ein MMTT durchgeführt.<br /> ■ Hauptzielkriterien: IGT-Prävalenz und 2-h-<br /> Blutzuckerwerte nach jedem Test<br /> Ergebnisse<br /> ■ Die 2-h-Blutglucosewerte standen in linearer<br /> Beziehung zu den Nüchternwerten<br /> (multivariable lineare Regression). Bei übergewichtigen<br /> Frauen (BMI = 25 kg/m2) war<br /> dieser Zusammenhang übermäßig stark<br /> (Koeffizient 1,43; P < 0,001).<br /> ■ Die 2-h-Blutglucosewerte nach Durchführung<br /> des OGTT und des MT waren vergleichbar<br /> (P > 0,05). Die 2-h-Blut glu co se -<br /> werte nach dem OGTT waren geringfügig<br /> niedriger als die nach dem MMTT gemessenen<br /> Werte (P < 0,05).<br /> ■ Insgesamt zeigten alle drei Tests Nüchternplasmaglucosewerte<br /> im Referenzbereich.<br /> ■ Die Nüchternplasmaglucosewerte im Rahmen<br /> des MMTT (103,9 mg/dl) waren signifikant<br /> höher als die im Rahmen des MT<br /> (91,7 mg/dl; P < 0,001) und des OGTT<br /> (95,2 mg/dl, P < 0,001) gemessenen.<br /> ■ Die IGT-Prävalenz lag bei 11 % (8 von 73).<br /> © 2012<br /> Elsevier Professional Solutions,<br /> München<br /> Der „Muffin-Test“ – eine Alternative zum<br /> oralen Glucosetoleranztest zum Nachweis<br /> einer gestörten Glucosetoleranz<br /> diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> © 2012<br /> Elsevier Professional Solutions,<br /> München<br /> ■ Durch alleinige Messung anhand der<br /> Nüchternplasmaglucose wären 63 % der<br /> Fälle (5 von <img src='http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/wp-includes/images/smilies/icon_cool.gif' alt='8)' class='wp-smiley' /> unentdeckt geblieben.<br /> ■ Verglichen mit dem Goldstandard OGTT<br /> zeigte der Muffin-Test 100 % Sensitivität<br /> und Spezifität für die Diagnose einer IGT.<br /> Schlussfolgerung/Interpretation<br /> Der Muffin-Test erwies sich im Vergleich zum<br /> OGTT und zum MMTT mit gleicher Effizienz<br /> als geeignete Methode zur Feststellung eines<br /> gestörten Glucosestoffwechsels. Die Kosten<br /> des Muffins lagen mit $ 0,58–1,05 pro Stück<br /> erheblich niedriger als die der flüssigen Glucose<br /> ($ 5,20 pro Flasche). Zudem schien die<br /> Verträglichkeit besser zu sein.<br /> Die Ergebnisse dieser kleinen Pilotstudie sollten<br /> in einer groß angelegten prospektiven<br /> Studie nachgeprüft werden.<br /> Zusammenfassung basierend auf dem<br /> Originalartikel:<br /> The “muffin test” – an alternative to the<br /> oral glucose tolerance test for detecting<br /> impaired glucose tolerance<br /> M.L. Traub, A. Jain, B.-S. Maslow, L. Pal,<br /> D.T. Stein, N. Santoro, R. Freeman<br /> Menopause: The Journal of The North<br /> American Menopause<a href='http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/wp-content/uploads/2012/04/diaVIP_Zsfsg_Traub.pdf'>diaVIP_Zsfsg_Traub</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/22/kurzstudie-traub-et-al-aus-menopause-the-journal-of-the-north-american-menopause-society-2012-191-62%e2%80%9366/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Kurzstudie Juonala et al. aus The New England Journal of Medicine 2011; 365(20), 1876–1885</title><link>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/22/kurzstudie-juonala-et-al-aus-the-new-england-journal-of-medicine-2011-36520-1876%e2%80%931885/</link> <comments>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/22/kurzstudie-juonala-et-al-aus-the-new-england-journal-of-medicine-2011-36520-1876%e2%80%931885/#comments</comments> <pubDate>Sun, 22 Apr 2012 14:42:32 +0000</pubDate> <dc:creator>admin</dc:creator> <category><![CDATA[Pathophysiologie des Diabetes]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/?p=183658400</guid> <description><![CDATA[Premium-News © 2012 Elsevier Professional Solutions, München Adipositas im Kindesalter, Adipositas im Erwachsenenalter und kardiovaskuläre Risikofaktoren Hintergrund Die Prävalenz der Adipositas und des Übergewichts im Kindesalter hat in den vergangenen drei Jahrzehnten in erheblichem Maße zugenommen. Sie sind nachweislich langfristig mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko verbunden. Zudem besteht bei fettleibigen Kindern ein hohes Risiko, auch [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Premium-News<br /> © 2012<br /> Elsevier Professional Solutions,<br /> München<br /> Adipositas im Kindesalter, Adipositas im<br /> Erwachsenenalter und kardiovaskuläre<br /> Risikofaktoren<br /> Hintergrund<br /> Die Prävalenz der Adipositas und des Übergewichts<br /> im Kindesalter hat in den vergangenen<br /> drei Jahrzehnten in erheblichem Maße<br /> zugenommen. Sie sind nachweislich langfristig<br /> mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko<br /> verbunden. Zudem besteht bei fettleibigen<br /> Kindern ein hohes Risiko, auch im Erwachsenenalter<br /> adipös zu bleiben. Es ist nicht bekannt,<br /> ob dieses Risiko gemindert wird, wenn<br /> ein Patient zwar als Kind übergewichtig bzw.<br /> adipös war, als Erwachsener jedoch ein normales<br /> Gewicht erreicht.<br /> Ziel dieser Untersuchung<br /> Klärung der Frage, in welchem Maße sich der<br /> BMI in der Kindheit auf das langfristige kardiovaskuläre<br /> Risiko auswirkt, und zwar unabhängig<br /> vom BMI im Erwachsenenalter bzw. ob<br /> sich die negativen Effekte von Übergewicht/<br /> Fettleibigkeit im Kindesalter umkehren lassen,<br /> wenn das Körpergewicht später im Normalbereich<br /> ist.<br /> Studiendesign, Patienten<br /> und Methoden<br /> ■ Analyse der Daten von 4 groß angelegten<br /> prospektiven Kohortenstudien mit BMI-Da -<br /> ten aus der Kindheit und dem Erwachsenenalter<br /> (Bogalusa Heart Study [USA],<br /> Muscatine Study [USA], Childhood Determinants<br /> of Adult Health Study [CDAH,<br /> Australien], Cardiovascular Risk in Young<br /> Finns Study [YFS])<br /> ■ Mittlere Nachbeobachtungsdauer: 23<br /> Jahre<br /> ■ Anzahl der Patienten: 6.328<br /> ■ Durchschnittsalter an den Ausgangszeitpunkten:<br /> 11,4 ± 4,0 Jahre<br /> ■ Anhand von alters- und geschlechtsspe -<br /> zifischen BMI-Perzentilen wurden die<br /> Schwellenwerte für Übergewicht und Adipositas<br /> bei Kindern extrapoliert, um Vergleiche<br /> mit den Erwachsenen zu ermöglichen.<br /> Erwachsene mit einem BMI von 25 galten<br /> als übergewichtig, mit einem BMI von 30<br /> als adipös. Hieraus ergaben sich folgende<br /> Prävalenzwerte:<br /> Σ Kinder: 12,2 % übergewichtig, 2,3%<br /> adipös<br /> Σ Erwachsene: 54,9 % überge wichtig/<br /> adipös, 20,7 % adipös<br /> ■ Einteilung der Patienten in 4 Gruppen:<br /> Σ Gruppe I: normaler BMI im Kindesalter,<br /> keine Adipositas im Erwachsenenalter<br /> (n = 4.742)<br /> Σ Gruppe II: Adipositas/Übergewicht im<br /> Kindesalter, keine Adipositas im Erwachsenenalter<br /> (n = 274)<br /> Σ Gruppe III: Adipositas/Übergewicht im<br /> Kindesalter, Adipositas im Erwachsenenalter<br /> (n = 500)<br /> Σ Gruppe IV: normaler BMI im Kindesalter,<br /> Adipositas im Erwachsenenalter (n = 812)<br /> Ergebnisse<br /> ■ Patienten, die vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter<br /> durchgehend an starker<br /> Adipositas litten (Gruppe III), zeigten im Vergleich<br /> zu den Patienten, die in der Kindheit<br /> einen normalen BMI aufgewiesen hatten<br /> und als Erwachsene nicht mehr adipös<br /> waren (Gruppe I), ein erhöhtes Risiko für<br /> folgende Erkrankungen und Störungen<br /> (P ≤ 0,002 für alle Vergleiche):<br /> Σ Typ-2-Diabetes (Relatives Risiko [RR]<br /> 5,4; 95 % KI 3,4–8,5)<br /> Σ Bluthochdruck (RR 2,7; 95 % KI 2,2–<br /> 3,3)<br /> diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> © 2012<br /> Elsevier Professional Solutions,<br /> München<br /> Σ Erhöhte LDL-Cholesterin-Werte (RR<br /> 1,8; 95 % KI 1,4–2,3)<br /> Σ Niedrige HDL-Cholesterin-Werte (RR<br /> 2,1; 95 % KI 1,8–2,5)<br /> Σ Erhöhte Triglyzerid-Spiegel (RR 3,0;<br /> 95 % KI 2,4–3,8)<br /> Σ Atheriosklerose der Karotiden/erhöhte<br /> Intima-Media-Dicke der Karotiden (RR<br /> 1,7; 95 % KI 1,4–2,2)<br /> ■ Patienten, die als Kinder übergewichtig<br /> oder adipös waren und als Erwachsene<br /> normalgewichtig wurden (Gruppe II), zeigten<br /> für die untersuchten Folgen das gleiche<br /> Risiko wie Personen mit durchgehend normalem<br /> BMI von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter<br /> (Gruppe I; P > 0,20 für alle<br /> Vergleiche).<br /> ■ Die Patienten, die als Erwachsene adipös<br /> wurden, zeigten ein signifikant erhöhtes<br /> Risiko für alle geprüften Folgen, ganz egal<br /> welches Gewicht sie in der Kindheit hatten<br /> (Gruppen III und IV).<br /> ■ Adipöse Erwachsene, die bereits als Kind<br /> übergewichtig oder adipös gewesen sind,<br /> zeigten jedoch ein höheres Hypertonie-Risiko<br /> als adipöse Erwachsene, die als Kinder<br /> normalgewichtig waren. Dies deutet<br /> darauf hin, dass eine Adipositas im Kindesalter<br /> womöglich einen bleibenden Effekt<br /> auf das Hypertonierisiko hat. Nichts -<br /> destotrotz war aber eine Gewichtsabnahme<br /> mit einem Rückgang des Hypertonierisikos<br /> wie aller anderen Risiken assoziiert.<br /> Schlussfolgerung/Interpretation<br /> Die Studie hat gezeigt, dass das erhöhte kardiovaskuläre<br /> Risiko von Kindern und Jugendlichen<br /> mit einem hohem BMI reduziert wird,<br /> wenn diese im Erwachsenenalter normalgewichtig<br /> sind. Daher vermuten die Autoren,<br /> dass die Reduktion des Gewichts bei übergewichtigen<br /> bzw. adipösen Kindern und Jugendlichen<br /> mit einem geringeren kardiovaskulären<br /> Risiko einhergeht. Diese Studie<br /> beweist, dass das kardiovaskuläre Risiko in<br /> bedeutendem Maße reduziert werden kann,<br /> wenn eine kindliche Adipositas erfolgreich behandelt<br /> wird.<br /> Es wurde gezeigt, dass adipöse Erwachsene<br /> – ungeachtet der Tatsache, ob sie als Kind<br /> fettleibig waren oder nicht – ein 4-fach höheres<br /> Risiko haben, einen Typ-2-Diabetes zu<br /> entwickeln, als normalgewichtige Erwachsene,<br /> die als Kinder adipös oder übergewichtig<br /> waren. Das entsprechende Risiko für die Entstehung<br /> eines Bluthochdrucks bzw. einer<br /> Dyslipidämie war um das 2–3-fache erhöht.<br /> Findet im Erwachsenenalter eine ausgeprägte<br /> Gewichtsreduktion statt, nimmt auch das Risiko<br /> für Lipidstörungen, Hypertonie und Typ-<br /> 2-Diabetes deutlich ab.<br /> Zusammenfassung basierend auf<br /> dem Originalartikel:<br /> Childhood Adiposity, Adult Adiposity,<br /> and Cardiovascular Risk Factors<br /> M. Juonala, C.G. Magnussen,<br /> G.S. Berenson, A. Venn, T.L. Burns,<br /> M.A. Sabin, S.R. Srinivasan, S.R. Daniels,<br /> P.H. Davis, W. Chen, C. Sun, M. Cheung,<br /> J.S.A. Viikari, T. Dwyer, O.T. Raitakari<br /> The New England Journal of Medicine<br /> 2011; 365(20), 1876–1885.<a href='http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/wp-content/uploads/2012/04/diaVIP_Zsfsg_Juonala.pdf'>diaVIP_Zsfsg_Juonala</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/22/kurzstudie-juonala-et-al-aus-the-new-england-journal-of-medicine-2011-36520-1876%e2%80%931885/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Kurzstudie Duckworth et al. aus Journal of Diabetes and Its Complications 2011; 25(6), 355–361</title><link>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/22/kurzstudie-duckworth-et-al-aus-journal-of-diabetes-and-its-complications-2011-256-355%e2%80%93361/</link> <comments>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/22/kurzstudie-duckworth-et-al-aus-journal-of-diabetes-and-its-complications-2011-256-355%e2%80%93361/#comments</comments> <pubDate>Sun, 22 Apr 2012 14:40:53 +0000</pubDate> <dc:creator>admin</dc:creator> <category><![CDATA[Insulintherapie]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/?p=183658397</guid> <description><![CDATA[diabetes-dialog Premium-News © 2012 Elsevier Professional Solutions, München Die Diabetesdauer hat bei Typ-2-Diabetikern einen Einfluss auf das Ansprechen einer intensivierten Therapie: die VA-Diabetes-Studie Hintergrund Ziel der Studie „VA Diabetes Trial“ (VADT) war es, den Effekt der intensiven Blutzuckerkontrolle auf makrovaskuläre Ereignisse bei Patienten mit schwer kontrollierbarem Typ-2- Diabetes zu prüfen. Die VADT dauerte 7,5 Jahre [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> © 2012<br /> Elsevier Professional Solutions,<br /> München<br /> Die Diabetesdauer hat bei Typ-2-Diabetikern<br /> einen Einfluss auf das Ansprechen einer intensivierten<br /> Therapie: die VA-Diabetes-Studie<br /> Hintergrund<br /> Ziel der Studie „VA Diabetes Trial“ (VADT) war<br /> es, den Effekt der intensiven Blutzuckerkontrolle<br /> auf makrovaskuläre Ereignisse bei Patienten<br /> mit schwer kontrollierbarem Typ-2-<br /> Diabetes zu prüfen. Die VADT dauerte 7,5<br /> Jahre und es wurde kein statistisch signifikanter<br /> Nutzen der intensivierten Therapie festgestellt.<br /> Auch in 3 weiteren prospektiven Langzeitstudien<br /> (UKPDS, ADVANCE, ACCORD)<br /> wurden nur Verbesserungen festgestellt, die<br /> nicht-signifikant waren.<br /> Ziel dieser Untersuchung<br /> Im Zuge dieser Untersuchung wurde geprüft,<br /> welche Prädiktoren einen Einfluss auf den<br /> Effekt der intensivierten Therapie auf den primären<br /> Zielparameter in dieser Population hatten<br /> (erstes Auftreten eines kardiovaskulären<br /> Ereignisses [Myokardinfarkt, kardiovaskulär<br /> bedingter Tod, zerebrovaskulärer Insult, ischämie<br /> bedingte Amputation, chirurgische Behandlung<br /> von Gefäßerkrankungen, neu aufgetretene<br /> oder sich verschlechternde kongestive<br /> Herzinsuffizienz, inoperable KHK]).<br /> Studiendesign, Patienten<br /> und Methoden<br /> ■ Post-hoc-Analyse (Intention-to-Treat-Prin -<br /> zip)<br /> ■ Untersuchte Population: 1.791 Patienten<br /> (Ausgangsmerkmale: 97 % männlichen<br /> Geschlechts, Durchschnittsalter 60,4<br /> Jahre, mittlere Diabetesdauer 11,4 Jahre,<br /> 40 % mit früherem kardiovaskulärem Ereignis,<br /> mittlerer HbA1c-Wert trotz Therapie<br /> 9,4 %, mittlerer BMI 31,0 kg/m2)<br /> ■ Die durchschnittliche Nachbeobachtungsdauer<br /> lag bei 5,6 Jahren. Die HbA1c-Werte<br /> sanken bei den mit einer Standardtherapie<br /> Behandelten innerhalb von 6 Monaten auf<br /> durchschnittlich 8,4 % und bei den intensiv<br /> Behandelten auf 6,9 %.<br /> ■ Ermittlung der kardiovaskulären Risikofaktoren<br /> zum Ausgangszeitpunkt mithilfe von<br /> Interviews und den Daten der VADT<br /> Ergebnisse<br /> ■ Im Rahmen einer univariaten Cox-Regressionsanalyse<br /> wurden die folgenden Ausgangsmerkmale<br /> als Prädiktoren für ein primäres<br /> kardiovaskuläres Ereignis während<br /> der Studie festgestellt (alle P < 0,001):<br /> Σ Höheres Lebensalter (HR 1,041, KI<br /> 1,030–1,051)<br /> Σ Insulinanwendung am Ausgangszeitpunkt<br /> (HR 1,580, KI 1,319–1,892)<br /> Σ Diabetesdauer (HR 1,034, KI 1,023–<br /> 1,045)<br /> Σ Ein früheres kardiovaskuläres Ereignis<br /> hatte den größten Effekt (HR 3,565,<br /> KI 2,961–4,292).<br /> Σ Weitere signifikante Prädiktoren: systolischer<br /> Blutdruck, HDL-Wert, Kreatinin-<br /> Wert<br /> ■ Folgende Parameter stellten sich als prädiktiv<br /> für ein erstes primäres Endpunktereignis<br /> während der Therapie heraus:<br /> Σ Den Hauptrisikofaktor bildeten kürzlich<br /> durchgemachte schwere Hypoglykämien<br /> (HR 2,232, KI 1,227–4,061;<br /> P = 0,0086).<br /> Σ Höhere HDL-Werte reduzierten dieses<br /> Risiko signifikant (HR 0,442, KI 0,314–<br /> 0,622; P < 0,0001).<br /> Σ Der diastolische Blutdruckwert reduzierte<br /> das Risiko nur geringfügig, jedoch<br /> statistisch signifikant (HR 0,984, KI<br /> 0,975–0,993; P = 0,0004).<br /> diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> © 2012<br /> Elsevier Professional Solutions,<br /> München<br /> Σ Ein erhöhter Kreatininwert stellte einen<br /> weiteren Risikofaktor dar (HR 1,006, KI<br /> 1,005–1,007; P < 0,0001).<br /> ■ Ein multivariables Modell ergab eine U-förmige<br /> Beziehung zwischen der Diabetesdauer<br /> und der Therapie. Frühere kardiovaskuläre<br /> Ereignisse und vor kurzem<br /> erlittene schwere Hypoglykämien erwiesen<br /> sich als die bedeutendsten Risikofaktoren<br /> (HR 2,815 und 1,880). Der HDL-Wert stellte<br /> sich als hochgradig protektiv heraus und<br /> ein erhöhter Gesamtcholesterinwert als<br /> signifikantes Risiko.<br /> ■ Die modellierten Schätzungen der Hazard<br /> Ratios (HRs) für die Therapie zeigten bei<br /> Patienten, bei denen die Diabeteserkrankung<br /> erst vor einem relativ kurzen Zeitraum<br /> diagnostiziert wurde (3 Jahre oder weniger)<br /> einen nicht-signifikanten Anstieg des Risikos<br /> (HR > 1,0), wobei die HR letztendlich<br /> unter einem Wert von 1,0 hatte.<br /> ■ Die Patienten mit einer Diabetesdauer von<br /> 7–15 Jahren bei Eintritt in die Studie wiesen<br /> HRs zugunsten der intensivierten Therapie<br /> auf (HR und KI unter 1,0). Die intensiv<br /> behandelten Teilnehmer mit dieser Erkrankungsdauer<br /> zeigten im Vergleich zu den<br /> noch länger Erkrankten (> 15 Jahre) einen<br /> signifikanten Rückgang der kumulierten 6-<br /> Jahresdaten kardiovaskulärer Ereignisse<br /> (P = 0,006).<br /> ■ Bei Patienten, die bereits mehr als 15<br /> Jahre an einem Typ-2-Diabetes litten, war<br /> die intensivierte Therapie mit einer Erhöhung<br /> der Inzidenz kardiovaskulärer Ereignisse<br /> verbunden. Bei den Patienten, die<br /> zu Beginn der intensiven Therapie bereits<br /> 20 Jahre oder länger erkrankt waren,<br /> schnitt die intensive Therapie signifikant<br /> schlechter ab als die Standardbehandlung<br /> (P = 0,001).<br /> ■ Patienten mit einem Diabetes, der seit über<br /> 21 Jahren bestand, zeigten HR-Werte von<br /> 2,0 (1,977 [KI 1,77–3,320]; P < 0,01), d. h.<br /> die intensive Therapie war mit einem erhöhten<br /> Risiko verbunden.<br /> ■ Die C-Peptid-Ausgangswerte gingen im<br /> 15-Jahres-Zeitraum zunehmend zurück<br /> und blieben anschließend stabil.<br /> Schlussfolgerung/Interpretation<br /> Bei älteren Patienten, deren Typ-2-Diabetes<br /> schwer kontrollierbar ist, wirkt sich die Diabetesdauer<br /> auf das Ansprechen auf eine intensivierte<br /> Therapie aus. Eine intensive blutzuckersenkende<br /> Therapie kann das Auftreten<br /> von kardiovaskulären Ereignissen bei Patienten<br /> mit einer Erkrankungsdauer von 15 oder<br /> weniger Jahren senken, während sich das Risiko<br /> bei länger Erkrankten womöglich erhöht.<br /> Das schlechtere Ansprechen auf eine intensivierte<br /> Therapie bei länger Erkrankten, so mutmaßen<br /> die Prüfer der VADT-Studie, könnte auf<br /> einen erhöhten Verkalkungsgrad der Arterien<br /> und hohe Konzentrationen des fibroblastischen<br /> Wachstumsfaktors zurückzuführen<br /> sein.<br /> Die Tatsache, dass sich der diastolische Blutdruck,<br /> die HDL-, Triglyzerid- und Kreatininwerte<br /> sowie schwere Hypoglykämien maßgeblich<br /> auf das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse<br /> auswirkten, betont die Wichtigkeit der gleichzeitigen<br /> Behandlung von Lipidstörungen,<br /> Bluthochdruck und Nierenerkrankungen so -<br /> wie der effektiven Prävention von Hypoglyk -<br /> ämien.<br /> Dauer (Jahre)<br /> 55<br /> 50<br /> 45<br /> 40<br /> 35<br /> 30<br /> 25<br /> 20<br /> 15<br /> 0<br /> 0–5<br /> 6–10<br /> 11–15<br /> 16–20<br /> 20+<br /> Ereignisrate<br /> 6 Jahre intensive Therapie<br /> 6 Jahre Standardtherapie<br /> Abbildung 1: Aus Überlebenskurven abgeleitete kumulierte<br /> Ereignisraten für die Diabetesdauer in 5-Jahresintervallen.<br /> diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> © 2012<br /> Elsevier Professional Solutions,<br /> München<br /> Obwohl der Inhalt dieser Publikation von Elsevier Professional Education mit größter Sorgfalt zusammengestellt wurde, können der Verlag<br /> und seine Erfüllungsgehilfen keine Verantwortung oder Haftung für die Aktualität der Informationen, Fehler, Auslassungen oder Ungenauigkeiten<br /> im Original oder in der Übersetzung oder für mögliche Konsequenzen übernehmen. Vor Verschreiben eines Produktes ist<br /> die jeweils gültige Fachinformation zu Rate zu ziehen. Mit freundlicher Unterstützung der Berlin-Chemie AG.<br /> Zusammenfassung basierend auf dem<br /> Originalartikel:<br /> The duration of diabetes affects the<br /> response to intensive glucose control in<br /> type 2 subjects: the VA Diabetes Trial<br /> W.C. Duckworth, C. Abraira, T.E. Moritz,<br /> S.N. Davis, N. Emanuele, S. Goldman,<br /> R. Hayward, G.D. Huang, J.B. Marks,<br /> P.D. Reaven, D.J. Reda, S.R. Warren,<br /> F.J. Zieve (für die Prüfärzte des VADT)<br /> Journal of Diabetes and<a href='http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/wp-content/uploads/2012/04/diaVIP_Zsfsg_Duckworth.pdf'>diaVIP_Zsfsg_Duckworth</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/22/kurzstudie-duckworth-et-al-aus-journal-of-diabetes-and-its-complications-2011-256-355%e2%80%93361/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Kurzstudie Downie et al. aus Diabetes Care 2011; 34(11): 2368–2373</title><link>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/22/kurzstudie-downie-et-al-aus-diabetes-care-2011-3411-2368%e2%80%932373/</link> <comments>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/22/kurzstudie-downie-et-al-aus-diabetes-care-2011-3411-2368%e2%80%932373/#comments</comments> <pubDate>Sun, 22 Apr 2012 14:33:41 +0000</pubDate> <dc:creator>admin</dc:creator> <category><![CDATA[Insulintherapie]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/?p=183658394</guid> <description><![CDATA[diabetes-dialog Premium-News Anhaltende Reduktion der Retinopathie- Prävalenz bei Heranwachsenden mit Typ-1-Diabetes Rolle von Insulintherapie und Blutzuckerkontrolle Hintergrund Die nach der DCCT-Studie (Diabetes Control and Complications Trial) veranlassten Leitlinienänderungen hin zu einer Intensivierung der Diabetestherapie führten zu einem Rückgang der Inzidenz einiger mikrovaskulärer Komplikationen. Der Zusammenhang zwischen einer intensivierten Therapie und einer verbesserten Blutzuckerkontrolle hat sich [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> Anhaltende Reduktion der Retinopathie-<br /> Prävalenz bei Heranwachsenden mit<br /> Typ-1-Diabetes<br /> Rolle von Insulintherapie und Blutzuckerkontrolle<br /> Hintergrund<br /> Die nach der DCCT-Studie (Diabetes Control<br /> and Complications Trial) veranlassten Leitlinienänderungen<br /> hin zu einer Intensivierung der<br /> Diabetestherapie führten zu einem Rückgang<br /> der Inzidenz einiger mikrovaskulärer Komplikationen.<br /> Der Zusammenhang zwischen einer intensivierten<br /> Therapie und einer verbesserten<br /> Blutzuckerkontrolle hat sich jedoch bei Kindern<br /> als weniger klar herausgestellt. Zudem ist der<br /> HbA1c-Zielwert von ≤ 7,5 % bei jungen Menschen<br /> schwieriger zu erreichen.<br /> Ziel der Studie<br /> In dieser Studie wurden die Trends hinsichtlich<br /> von mikrovaskulären Komplikationen bei<br /> jugendlichen Patienten mit Typ-1-Diabetes untersucht.<br /> Besonderes Augenmerk lag auf den<br /> Zusammenhängen zwischen den einzelnen<br /> Zeitphasen und den komplikationsbezogenen<br /> Ergebnissen (Retinopathie, Mikroalbuminurie,<br /> Neuropathie). Darüber hinaus wurden die Korrelationen<br /> mit den klassischen Risikofaktoren<br /> (HbA1c-Wert, Diabetesdauer, Blutdruck), der<br /> sozioökonomischen Benachteiligung und dem<br /> Therapieschema geprüft.<br /> Studiendesign, Patienten<br /> und Methoden<br /> ■ Analyse der Komplikationsereignisse bei<br /> 1.604 heranwachsenden Typ-1-Dia be -<br /> tikern aus Sydney, Australien (54 % weiblich,<br /> im Alter von 12–20 Jahren, mediane<br /> Diabetesdauer 8,6 Jahre) im Zeitraum<br /> 1990 bis 2009<br /> ■ Stratifizierung nach 4 Zeitphasen (T1 =<br /> 1990–1994; T2 = 1995–1999; T3 = 2000–<br /> 2004; T4 = 2005–2009) mithilfe der generalisierten<br /> Schätzgleichung<br /> ■ Untersuchungen:<br /> Σ Nachweis der Retinopathie anhand der<br /> 7-Felder-Funduskopie<br /> Σ Nachweis der Mikroalbuminurie durch<br /> Messung der mittleren Albumin-Exkretionsrate<br /> (AER, zeitlich definierter Nacht -<br /> urin) bzw. anhand des Albumin-Kreatinin-<br /> Quotienten (ACR, Albumin-to-Creatinine<br /> Ratio) im Morgenurin.<br /> Eine AER-Erhöhung wurde als grenzwertig<br /> definiert, wenn in mindestens 2<br /> der 3 Nachturin-Proben ein Wert von<br /> ≥ 7,5 μg/min gemessen wurde. Ein<br /> ACR galt als grenzwertig, wenn er im<br /> Mittel ≥ 1,0 mg/mmol (Männer) bzw.<br /> ≥ 1,4 mg/mmol (Frauen) betrug. Für den<br /> Nachweis einer Mikroalbumin urie galt<br /> eine mittlere AER von ≥ 20 μg/min in 2<br /> der 3 Nachturin-Proben bzw. ein ACRMittelwert<br /> von ≥ 2,8 mg/mmol (Männer)/≥<br /> 4,1 mg/mmol (Frauen).<br /> Σ Messung der Funktion peripherer Nerven<br /> mittels thermischer Unterschiedsschwelle<br /> und Vibrationsschwelle<br /> Ergebnisse<br /> ■ Die Anwendung täglicher Mehrfachinjektionen<br /> (MDI, Multiple Daily Injections) und<br /> kontinuierlicher subkutaner Insulin-Infusionen<br /> (CSII, Continuous Subcutaneous<br /> Insulin Infusion) nahm insgesamt zu (17%<br /> [T1], 54 % [T2], 75 % [T3] und 88 % [T4];<br /> P < 0,001).<br /> ■ Der mediane HbA1c-Wert sank (9,1 %,<br /> 8,9 %, 8,5 % und 8,5 %; P < 0,001).<br /> © 2012<br /> Elsevier Professional Solutions,<br /> München<br /> diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> © 2012<br /> Elsevier Professional Solutions,<br /> München<br /> ■ Die Prävalenz der Retinopathie ging zurück<br /> (53 %, 38 %, 23 % und 12 %; P < 0,001).<br /> Es wurden Hinweise darauf gefunden,<br /> dass das Retinopathie-Risiko bei den mit<br /> CSII Behandelten niedriger war als bei den<br /> MDI-Patienten (OR [Odds Ratio] 0,52<br /> [0,26–1,06]), jedoch war dieses Ergebnis<br /> ohne statistische Signifikanz (P = 0,07).<br /> ■ Das Auftreten von grenzwertig erhöhten<br /> AER-/ACR-Werten ging ebenfalls zurück<br /> (45 %, 30 %, 26 % und 30 %; P < 0,001).<br /> ■ Die Inzidenz der Mikroalbuminurie sank<br /> (8 %, 4 %, 3 % und 3 %; P = 0,006).<br /> ■ Bei den mit CSII behandelten Patienten war<br /> das Risiko für Nervenschädigungen geringer<br /> als bei den mit MDI Behandelten (OR<br /> 0,63 [0,40–1,00]; P = 0,05). Die einzige Variable,<br /> die mit peripheren Nervenschädigungen<br /> assoziiert war, war die Anwendung von<br /> 1–2 Injektionen pro Tag (versus MDI/CSII).<br /> ■ Die Inzidenz schwerer Hypoglykämien<br /> blieb hingegen unverändert (6 %, 8 %,<br /> 10 % und 7 %; P = 0,272).<br /> ■ Das Auftreten von Retinopathien stand mit<br /> den folgenden Parametern in folgendem<br /> statistischen Zusammenhang:<br /> Σ Längere Diabetesdauer (OR 1,12 [95 %<br /> KI 1,08–1,17])<br /> Σ Höheres Alter (OR 1,13 [1,06–1,20])<br /> Σ Höherer HbA1c (OR 1,16 [1,08–1,25])<br /> Σ Höherer systolischer Blutdruck (SDS<br /> [Standard Deviation Score]; OR 1,31<br /> [1,16–1,48])<br /> Σ Sozioökonomische Benachteiligung<br /> (OR 1,42 [1,04–1,95])<br /> Σ 1–2 Injektionen pro Tag versus MDI/CSII<br /> (OR 1,35 [1,05–1,73])<br /> ■ Eine grenzwertige AER/ACR war mit folgenden<br /> Parametern korreliert:<br /> Σ Männliches Geschlecht (OR 1,32<br /> [1,02–1,70])<br /> Σ Höheres Alter (OR 1,19 [1,12–1,26])<br /> Σ Höherer HbA1c-Wert (OR 1,18 [1,08–<br /> 1,29])<br /> Σ Höheres Körpergewicht (SDS; OR 1,31<br /> [1,21–1,53])<br /> Σ Insulindosis pro kg (OR 1,64 [1,13–<br /> 2,39])<br /> Σ 1–2 Injektionen pro Tag (OR 1,41 [1,08–<br /> 1,84])<br /> Σ Sozioökonomische Benachteiligung<br /> (OR 1,68 [1,23–2,31])<br /> Retinopathie<br /> 1990–94<br /> 90%<br /> 80%<br /> 70%<br /> 60%<br /> 50%<br /> 40%<br /> 30%<br /> 20%<br /> 10%<br /> 0%<br /> 1995–99 2000–04 2005–09<br /> Anwendung von MDI/CSII<br /> HbA1c < 7,5%<br /> Abbildung 1: Rückgang der<br /> Inzidenz der Retinopathie im Zuge<br /> der verstärkten Anwendung von<br /> MDI/CSII und einer verbesserten<br /> Blutzuckerkontrolle bei 1.604<br /> heranwachsenden Typ-1-<br /> Diabetikern<br /> diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> © 2012<br /> Elsevier Professional Solutions,<br /> München<br /> Obwohl der Inhalt dieser Publikation von Elsevier Professional Education mit größter Sorgfalt zusammengestellt wurde, können der Verlag<br /> und seine Erfüllungsgehilfen keine Verantwortung oder Haftung für die Aktualität der Informationen, Fehler, Auslassungen oder Ungenauigkeiten<br /> im Original oder in der Übersetzung oder für mögliche Konsequenzen übernehmen. Vor Verschreiben eines Produktes ist<br /> die jeweils gültige Fachinformation zu Rate zu ziehen. Mit freundlicher Unterstützung der Berlin-Chemie AG.<br /> ■ Die Mikroalbuminurie war mit folgenden<br /> Parametern statistisch signifikant assoziiert:<br /> Σ Höheres Alter (OR 1,14 [1,01–1,29])<br /> Σ Höherer HbA1c (OR 1,20 [1,05–1,37])<br /> Σ Höherer diastolischer Blutdruck (SDS;<br /> OR 1,76 [1,26–2,46])<br /> Σ 1–2 Injektionen pro Tag (OR 1,95 [1,11–<br /> 3,41])<br /> Schlussfolgerung<br /> Der im Rahmen dieser Langzeit-Beobachtungsstudie<br /> festgestellte ausgeprägte Rückgang<br /> der Retinopathie-Prävalenz untermauert<br /> die aktuellen Leitlinien, die niedrigere Blutzuckerziele<br /> und die Anwendung von MDI/CSII<br /> bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-<br /> Diabetes empfehlen.<br /> Die anderen mikrovaskulären Komplikationen,<br /> die untersucht wurden, erreichten ein Plateau,<br /> wobei Mikroalbuminurien im Allgemeinen selten<br /> auftraten. In zukünftigen Studien wird sich<br /> herausstellen, ob die kontinuierlichen subkutanen<br /> Insulin-Infusionen gegenüber den täglichen<br /> Mehrfachinjektionen tatsächlich spezi -<br /> fische Vorteile haben.<br /> Zusammenfassung basierend auf dem<br /> Originalartikel:<br /> Continued Reduction in the Prevalence of<br /> Retinopathy in Adolescents With Type 1<br /> Diabetes. Role of insulin therapy and<br /> glycemic control<br /> E. Downie, M.E. Craig, S. Hing,<br /> J. Cusumano, A.K.F. Chan, K.C. Donaghue<br /> Diabetes Care 2011; 34(11): 2368–2373.<a href='http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/wp-content/uploads/2012/04/diaVIP_Zsfsg_Downie.pdf'>diaVIP_Zsfsg_Downie</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/22/kurzstudie-downie-et-al-aus-diabetes-care-2011-3411-2368%e2%80%932373/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Kurzstudie Umpierre et al. aus JAMA 2011; 305(17): 1790–1799</title><link>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/31/kurzstudie-umpierre-et-al-aus-jama-2011-30517-1790%e2%80%931799/</link> <comments>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/31/kurzstudie-umpierre-et-al-aus-jama-2011-30517-1790%e2%80%931799/#comments</comments> <pubDate>Tue, 31 Jan 2012 14:44:14 +0000</pubDate> <dc:creator>admin</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemeinmaßnahmen / Schulung]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/?p=183658377</guid> <description><![CDATA[Bewegungsberatung alleine oder strukturierte Trainingsprogramme und ihr Effekt auf die HbA1c-Werte von Typ-2-Diabetikern Hintergrund Regelmäßige Bewegung verbessert bei Diabetikern die Blutzuckerkontrolle und bildet neben der richtigen Ernährung und der medikamentösen Therapie den dritten Hauptpfeiler im Krankheitsmanagement. Ungeklärt ist jedoch, welchen Effekt die verschiedenen Arten von Trainingsinterventionen letztendlich auf die Blutzuckerwerte haben. Ziel der Studie Erstellung [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Bewegungsberatung alleine oder strukturierte<br /> Trainingsprogramme und ihr Effekt auf die<br /> HbA1c-Werte von Typ-2-Diabetikern<br /> Hintergrund<br /> Regelmäßige Bewegung verbessert bei Diabetikern<br /> die Blutzuckerkontrolle und bildet<br /> neben der richtigen Ernährung und der medikamentösen<br /> Therapie den dritten Hauptpfeiler<br /> im Krankheitsmanagement.<br /> Ungeklärt ist jedoch, welchen Effekt die verschiedenen<br /> Arten von Trainingsinterventionen<br /> letztendlich auf die Blutzuckerwerte haben.<br /> Ziel der Studie<br /> Erstellung einer systematischen Übersichtsarbeit<br /> und Durchführung einer Metaanalyse randomisierter<br /> kontrollierter klinischer Studien<br /> zum Zusammenhang zwischen strukturierten<br /> Trainingsprogrammen (Ausdauer-, Krafttraining<br /> oder beides) und Bewegungsberatung<br /> mit bzw. ohne gleichzeitige Diätempfehlungen<br /> und den HbA1c-Wert-Veränderungen bei Typ-<br /> 2-Diabetikern<br /> Patienten und Methoden<br /> ■ Suche in den Datenbanken MEDLINE,<br /> Cochrane-CENTRAL, EMBASE, ClinicalTrials.<br /> gov, LILACS und SPORTDiscus im<br /> Zeitraum Januar 1980 bis Februar 2011<br /> ■ Kriterien: Randomisierte kontrollierte Studien<br /> von mindestens 12 Wochen Dauer, in<br /> denen anhand einer Kontrollgruppe untersucht<br /> wurde, inwieweit strukturierte Trainingsprogramme<br /> (Ausdauer-, Krafttraining<br /> oder beides; geplant, individuell und überwacht)<br /> oder eine Bewegungsberatung bei<br /> Typ-2-Diabetikern die HbA1c-Werte zu senken<br /> vermögen<br /> ■ Auswahl und Qualitätsprüfung der Studien<br /> durch 2 unabhängige Reviewer<br /> ■ Berücksichtigung von 47 Studien (8.538<br /> Patienten) aus einer Menge von insgesamt<br /> 4.191 extrahierten Artikeln (23 zu strukturierten<br /> Trainingsprogrammen und 24 zur<br /> Bewegungsberatung):<br /> Σ Strukturiertes Ausdauer-Training (n = 848)<br /> Σ Strukturiertes Krafttraining (n = 261)<br /> Σ Beides in Kombination (n = 404)<br /> Σ Bewegungsberatung (n = 7.025)<br /> Ergebnisse<br /> ■ Patienten, die an strukturierten Trainingsprogrammen<br /> teilnahmen, zeigten im Vergleich<br /> zu den Kontrollgruppen eine Abnahme<br /> ihrer HbA1c-Werte (–0,67 %; 95 % KI<br /> –0,84 % bis –0,49 %).<br /> ■ Folgende Trainingsarten waren mit den folgenden<br /> HbA1c-Senkungen assoziiert (vs.<br /> Kontrollgruppen):<br /> Σ Strukturiertes Ausdauer-Training: –0,73%<br /> (–1,06 % bis –0,40 %; p < 0,001))<br /> Σ Strukturiertes Krafttraining: –0,57%<br /> (–1,14% bis –0,01 %; p < 0,001)<br /> Σ Beides in Kombination: –0,51 % (–0,79%<br /> bis –0,23 %; p < 0,001)<br /> ■ Strukturierte Trainingsprogramme von mehr<br /> als 150 min Dauer pro Woche waren mit<br /> HbA1c-Senkungen um –0,89 % (–1,26%<br /> bis –0,51 %; p < 0,001) und Programme<br /> von ≤ 150 min Dauer mit Reduktionen von<br /> –0,36 % (–0,50 % bis –0,23 %; p < 0,001)<br /> verbunden.<br /> ■ 24 Studien zeigten, dass Patienten, die<br /> eine Bewegungsberatung erhielten, generell<br /> niedrigere HbA1c-Werte aufwiesen als<br /> die jeweiligen Kontrollpatienten (–0,43 %;<br /> –0,59 % bis –0,28 %; p < 0,001).<br /> ■ Auch eine Bewegungsberatung mit gleichzeitigen<br /> Ernährungsempfehlungen war gegenüber<br /> den Kontrollen mit einer HbA1c-<br /> Wert-Reduktion verbunden (–0,58 %;<br /> –0,74 % bis –0,43 %; p < 0,007). Eine Bewegungsberatung<br /> ohne gleichzeitige Diätempfehlungen<br /> hatte jedoch im Vergleich<br /> © 2011<br /> Elsevier Professional Education,<br /> München<br /> diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> © 2011<br /> Elsevier Professional Education,<br /> München<br /> zur Kontrollgruppe keinerlei Effekt auf die<br /> Blutzucker-Langzeitwerte.<br /> Schlussfolgerung<br /> Ein mindestens 12-wöchiges strukturiertes<br /> Trainingsprogramm mit Ausdauer-, Krafttraining<br /> oder beidem in Kombination führte bei<br /> Typ-2-Diabetikern zu einer Verbesserung der<br /> HbA1c-Werte. Dabei wurde mit Trainingsprogrammen<br /> von mehr als 150 min Dauer pro<br /> Woche ein ausgeprägterer Nutzen erzielt als<br /> mit Programmen von kürzerer Dauer.<br /> Strukturierte Trainingsprogramme vermochten<br /> den Blutzucker-Langzeitwert effektiver zu senken<br /> als ein alleiniger ärztlicher Rat zu mehr<br /> körperlicher Bewegung.<br /> Blutzuckerwerte konnten mit einer Bewegungsberatung<br /> nur dann effektiv gesenkt werden,<br /> wenn gleichzeitig eine Ernährungsberatung<br /> erfolgte.<br /> Zusammenfassung basierend auf dem<br /> Originalartikel:<br /> Physical Activity Advice Only or Structured<br /> Exercise Training and Association With<br /> HbA1c Levels in Typ 2 Diabetes: A Systematic<br /> Review and Meta-analysis<br /> D. Umpierre, P.A.B. Ribeiro, C.K. Kramer,<br /> C.B. Leitão, A.T.N. Zucatti, M.J. Azevedo,<br /> J.L. Gross, J.P. Ribeiro, B.D. Schaan<a href='http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/wp-content/uploads/2012/01/diaVIP_Zsfsg_Umpierre.pdf'>diaVIP_Zsfsg_Umpierre</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/31/kurzstudie-umpierre-et-al-aus-jama-2011-30517-1790%e2%80%931799/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Kurzstudie Pan et al. aus The American Journal of Clinical Nutrition 2011; 94: 1088–1096</title><link>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/31/kurzstudie-pan-et-al-aus-the-american-journal-of-clinical-nutrition-2011-94-1088%e2%80%931096/</link> <comments>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/31/kurzstudie-pan-et-al-aus-the-american-journal-of-clinical-nutrition-2011-94-1088%e2%80%931096/#comments</comments> <pubDate>Tue, 31 Jan 2012 14:42:36 +0000</pubDate> <dc:creator>admin</dc:creator> <category><![CDATA[Pathophysiologie des Diabetes]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/?p=183658374</guid> <description><![CDATA[diaVIP_Zsfsg_Pan Der Zusammenhang zwischen dem Verzehr von rotem Fleisch und dem Risiko für Typ-2- Diabetes: 3 US-amerikanische Kohorten und eine aktualisierte Metaanalyse Hintergrund Als wichtigste Risikofaktoren für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes sind Adipositas und Bewegungsmangel bereits sicher etabliert, und auch der Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Nahrungsmitteln aus verarbeitetem rotem Fleisch und dem Diabetesrisiko ist [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/wp-content/uploads/2012/01/diaVIP_Zsfsg_Pan.pdf'>diaVIP_Zsfsg_Pan</a></p><p>Der Zusammenhang zwischen dem Verzehr<br /> von rotem Fleisch und dem Risiko für Typ-2-<br /> Diabetes: 3 US-amerikanische Kohorten und<br /> eine aktualisierte Metaanalyse<br /> Hintergrund<br /> Als wichtigste Risikofaktoren für die Entwicklung<br /> von Typ-2-Diabetes sind Adipositas und<br /> Bewegungsmangel bereits sicher etabliert,<br /> und auch der Zusammenhang zwischen dem<br /> Verzehr von Nahrungsmitteln aus verarbeitetem<br /> rotem Fleisch und dem Diabetesrisiko ist<br /> weitgehend erwiesen.<br /> Widersprüchlich sind jedoch zum Teil die Ergebnisse<br /> von Studien zum Zusammenhang<br /> zwischen unverarbeitetem rotem Fleisch und<br /> dem Diabetesrisiko. Auch wurde bis dato<br /> noch nicht untersucht, ob das Diabetesrisiko<br /> durch den Ersatz von rotem Fleisch durch vegetarische<br /> Nahrungsmittel gesenkt werden<br /> könnte.<br /> Ziel der Studie<br /> ■ Untersuchung des Zusammenhangs zwischen<br /> dem Verzehr von unverarbeitetem<br /> rotem Fleisch und Produkten aus rotem<br /> Fleisch (z. B. Schinken, Wurst) und dem<br /> Diabetesrisiko anhand von Langzeitdaten<br /> US-amerikanischer Erwachsener<br /> ■ Erstellung einer aktualisierten Metaanalyse<br /> ■ Einschätzung des Effekts, der durch den<br /> Ersatz von rotem Fleisch durch Nüsse,<br /> Milchprodukte mit niedrigem Fettgehalt<br /> und Vollkornprodukten zustande kommt,<br /> auf das Diabetesrisiko<br /> Studiendesign, Patienten<br /> und Methoden<br /> Analyse der Daten aus 3 prospektiven Kohortenstudien<br /> (anhand von Fragebögen zur Ernährungsweise,<br /> zu Risikofaktoren und zum<br /> Auftreten von chronischen Erkrankungen wie<br /> Diabetes, die in regelmäßigen Abständen<br /> auszufüllen waren):<br /> ■ Health Professionals Follow-Up Study<br /> (HPFS; 1986–2006) mit 37.083 Männern<br /> ■ Nurses’ Health Study I (NHS I; 1980–2008)<br /> mit 79.570 Frauen<br /> ■ Nurses’ Health Study II (NHS II; 1991–<br /> 2005) mit 87.504 Frauen<br /> Mehr als 90 % aller Teilnehmer aller 3 Kohorten<br /> standen für die gesamten Nachbeobachtungszeiträume<br /> zur Verfügung.<br /> Ergebnisse<br /> ■ Während 4.033.322 Personenjahren der<br /> Nachbeobachtung wurden 13.759 Fälle<br /> eines neu aufgetretenen Diabetes dokumentiert.<br /> ■ Sowohl bei den Männern als auch bei den<br /> Frauen war der Verzehr von rotem Fleisch<br /> negativ mit körperlicher Bewegung und positiv<br /> mit dem BMI und Rauchen assoziiert.<br /> Zudem war ein übermäßiger Verzehr von<br /> rotem Fleisch auch mit einer generellen<br /> Überernährung und einem schlechten diabetesspezifischen<br /> Ernährungs-Score korreliert.<br /> ■ In allen untersuchten Kohorten war der Verzehr<br /> von rotem Fleisch und seinen Produkten<br /> nach Adjustierung für das Alter, den<br /> BMI und andere Lebensstil- und Ernährungs-<br /> bezogene Risikofaktoren positiv mit<br /> dem Risiko für die Entwicklung eines T2DM<br /> korreliert (alle p-Werte < 0,001).<br /> ■ Das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken<br /> (gepoolte Hazard Ratio; 95 % KI),<br /> nahm mit jeder zusätzlich verzehrten Tagesportion<br /> an rotem Fleisch um 12 % (8–<br /> 16 %) und mit jeder zusätzlich verzehrten<br /> Tagesportion an Produkten aus rotem<br /> Fleisch sogar um 32 % zu (25–40 %). Der<br /> Gesamtwert (rotes Fleisch und Fleischprodukte)<br /> lag bei 14 % (10–18 %).<br /> © 2011<br /> Elsevier Professional Education,<br /> München<br /> diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> © 2011<br /> Elsevier Professional Education,<br /> München<br /> ■ Wird eine Tagesportion rotes Fleisch durch<br /> eine Tagesportion Nüsse, Milchprodukte<br /> mit geringem Fettgehalt und Vollkornprodukte<br /> ersetzt, verringert sich das Risiko für<br /> die Entwicklung eines T2DM um schätzungsweise<br /> 16–35 %.<br /> ■ Diese Resultate wurde durch eine Meta -<br /> analyse mit 442.101 Patienten und 28.228<br /> Diabetes-Fällen bestätigt. Dabei wurden<br /> neben den Resultaten aus dieser Studie<br /> die Ergebnisse von insgesamt 6 prospektiven<br /> Studien berücksichtigt. Folgende Risikoverhältnisse<br /> (95 % KI) wurden errechnet:<br /> Σ pro 100 g rotes Fleisch pro Tag Zunahme<br /> des Diabetesrisikos um 19 % (4–<br /> 37 %)<br /> Σ pro 50 g Produkte aus rotem Fleisch pro<br /> Tag Erhöhung des Diabetesrisikos um<br /> 51 % (25–83 %)<br /> ■ Als mögliche Ursachen für die negativen<br /> Auswirkungen des Verzehrs von rotem<br /> Fleisch auf das Diabetesrisiko werden mitunter<br /> diskutiert:<br /> Σ Häm-Eisen (Schädigung des Gewebes<br /> und der Betazellen durch Bildung reaktiver<br /> Sauerstoffspecies)<br /> Σ gesättigte Fettsäuren<br /> Σ Natrium, Nitrite und Nitrosamine (letztere<br /> haben einen toxischen Effekt auf die Betazellen)<br /> Σ Bildung von fortgeschrittenen Glykosylierungsendprodukten<br /> (AGEs) sowie<br /> Erhöhung der Entzündungsmediatoren<br /> und der Gamma-Glutamyl-Trans ferase<br /> Einem Teil des erhöhten Diabetesrisikos liegt<br /> möglicherweise der Zusammenhang zwischen<br /> Fleischverzehr, Gewichtszunahme und<br /> Adipositas zugrunde.<br /> Schlussfolgerung<br /> Den Ergebnissen dieser Studie zufolge ist der<br /> Konsum von rotem Fleisch und insbesondere<br /> 0,60 0,65 0,70 0,75 0,80 0,85 0,90 0,95 1,00<br /> Nüsse statt rotem Fleisch<br /> Milchprodukte mit geringem Fettgehalt statt rotem Fleisch<br /> Vollkornprodukte statt rotem Fleisch<br /> Geflügel statt rotem Fleisch<br /> Fisch statt rotem Fleisch<br /> Nüsse statt Produkten aus rotem Fleisch<br /> Vollkornprodukte statt Produkten aus rotem Fleisch<br /> Milchprodukte mit geringem Fettgehalt statt Produkten aus rotem Fleisch<br /> Geflügel statt Produkten aus rotem Fleisch<br /> Fisch statt Produkten aus rotem Fleisch<br /> Nüsse statt rotem Fleisch und seinen Produkten<br /> Milchprodukte mit geringem Fettgehalt statt rotem Fleisch und seinen Produkten<br /> Vollkornprodukte statt rotem Fleisch und seinen Produkten<br /> Geflügel statt rotem Fleisch und seinen Produkten<br /> Fisch statt rotem Fleisch und seinen Produkten<br /> Abbildung 1 HRs und 95 % KIs für den Zusammenhang zwischen Diabetes und dem Ersatz von rotem Fleisch und<br /> seinen Produkten durch andere Lebensmittel. Adjustiert für das Alter (kontinuierlich), die BMI-Kategorie (kg/m2; < 23,<br /> 23–24,9, 25–29,9, 30–34,9 bzw. ≥ 35), den Alkoholkonsum (0, 0,1–4,9, 5,0–14,9 bzw. ≥ 15 g/Tag), den Grad der körperlichen<br /> Bewegung (<3, 3–8,9, 9–17,9, 18–26,9 bzw. ≥ 27 METs/Woche [Metabolic Task Hours]), den Raucherstatus<br /> (nie; früher; aktuell: 1–14, 15–24 bzw. > 24 Zigaretten/Tag), die ethnische Herkunft (weiß oder nicht-weiß), den menopausalen<br /> Status und die Hormonanwendung bei Frauen (prämenopausal, postmenopausal und niemals Hormone<br /> eingenommen, postmenopausal und früher Hormone eingenommen oder postmenopausal und aktuelle Hormoneinnahme),<br /> die Diabetes-bezogene Familienanamnese, die Hypertonie- und Hypercholesterinämie-bezogene Anamnese<br /> und die Quintile der Gesamtenergieaufnahme.<br /> diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> der Konsum von Produkten aus rotem Fleisch<br /> mit einem deutlich erhöhten Risiko für die Entstehung<br /> von Typ-2-Diabetes verbunden. Dagegen<br /> wird das Diabetesrisiko gesenkt, wenn<br /> stattdessen Nüsse, Milchprodukte und Vollkornwaren<br /> verzehrt werden.<br /> Die Autoren schlussfolgern, dass aus Sichtweise<br /> des öffentlichen Gesundheitswesens<br /> der Konsum von rotem Fleisch reduziert bzw.<br /> vollständig vermieden werden sollte.<br /> Zusammenfassung basierend auf dem<br /> Originalartikel:<br /> Red meat consumption and risk of type 2<br /> diabetes: 3 cohorts of US adults and an<br /> updated meta-analysis<br /> A. Pan, Q. Sun, A.M. Bernstein, M.B. Schulze,<br /> J.E. Manson, W.C. Willett, F.B. Hu<br /> The American Journal of</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/31/kurzstudie-pan-et-al-aus-the-american-journal-of-clinical-nutrition-2011-94-1088%e2%80%931096/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Kurzstudie Munasinghe et al. aus Experimental Diabetes Research 2011; Artikel-ID 978762: 1–4</title><link>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/31/kurzstudie-munasinghe-et-al-aus-experimental-diabetes-research-2011-artikel-id-978762-1%e2%80%934/</link> <comments>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/31/kurzstudie-munasinghe-et-al-aus-experimental-diabetes-research-2011-artikel-id-978762-1%e2%80%934/#comments</comments> <pubDate>Tue, 31 Jan 2012 14:39:19 +0000</pubDate> <dc:creator>admin</dc:creator> <category><![CDATA[Andere Forschungsfelder]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/?p=183658371</guid> <description><![CDATA[Der blutzuckersenkende Effekt von Coccinia grandis (L.) J. Voigt: Chance auf einen neuen Wirkstoff zur Behandlung des Diabetes mellitus Hintergrund Das Interesse an Arznei- und Heilpflanzen zur Behandlung des Diabetes mellitus nimmt auch bei uns seit längerer Zeit stetig zu. Vor allem in den Ländern Asiens werden phytotherapeutische Antidiabetika (z. B. Bittermelone) als Begleittherapie verordnet. [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Der blutzuckersenkende Effekt von Coccinia<br /> grandis (L.) J. Voigt: Chance auf einen neuen<br /> Wirkstoff zur Behandlung des Diabetes<br /> mellitus<br /> Hintergrund<br /> Das Interesse an Arznei- und Heilpflanzen zur<br /> Behandlung des Diabetes mellitus nimmt<br /> auch bei uns seit längerer Zeit stetig zu. Vor<br /> allem in den Ländern Asiens werden phytotherapeutische<br /> Antidiabetika (z. B. Bittermelone)<br /> als Begleittherapie verordnet. Coccinia<br /> grandis, auch Tindola oder Scharlachranke<br /> genannt, wird von ayurvedischen Ärzten in Sri<br /> Lanka und Indien seit altersher als Blutzuckersenker<br /> eingesetzt. Dort werden die jungen<br /> Blätter und die Stängelspitzen entweder roh,<br /> als Suppeneinlage oder als Zutat in Currys<br /> gegessen.<br /> Ziel der Studie<br /> Prüfung des antidiabetischen Kurzzeit-Effekts<br /> der Blätter von Coccinia grandis (Tindola,<br /> Scharlachranke)<br /> Studiendesign, Patienten<br /> und Methoden<br /> ■ Klinische Doppelblindstudie der Phase I<br /> ■ Verlauf der Studie:<br /> Σ Alle gesunden Freiwilligen (n = 122; Alter<br /> 18–55 Jahre) bekamen eine identische<br /> Mahlzeit zum Abendessen und nahmen<br /> in den anschließenden 10 Stunden keinerlei<br /> Nahrung mehr zu sich.<br /> Σ Anschließend wurde die Teilnehmergruppe,<br /> die in Bezug auf die Ausgangsmerkmale<br /> homogen war, nach dem Zufallsprinzip<br /> geteilt. Die eine Hälfte der<br /> Teilnehmer (n = 61) erhielt zum Frühstück<br /> eine Mahlzeit mit 20 g Blättern von Coccinia<br /> grandis, die mit geraspelter Kokosnuss<br /> und Salz zubereitet worden war.<br /> Σ Die andere Hälfte (Placebogruppe) erhielt<br /> dieselbe Mahlzeit mit Blättern von<br /> Erythrina indica (Indischer Korallenbaum),<br /> die in Geschmack und Aussehen<br /> den Blättern von Coccinia grandis<br /> gleichen und keinerlei hypoglykämischen<br /> Effekt haben.<br /> Σ Der Verzehr erfolgte unter Aufsicht.<br /> Σ Anschließend wurde ein verblindeter<br /> Glucosetolereranztest mit Blutentnahmen<br /> 1 h und 2 h nach Glucosegabe<br /> durchgeführt.<br /> Ergebnisse<br /> ■ Insgesamt gesehen waren die Blutzuckerwerte<br /> der Verumgruppe signifikant niedriger<br /> als die der Placebogruppe (p < 0,05).<br /> ■ Der Anstieg der postprandialen Blutzuckerwerte<br /> 1 h und 2 h im Glucosetoleranztest<br /> war in der Placebogruppe statistisch signifikant<br /> stärker ausgeprägt als in der Verumgruppe.<br /> Eine gemischte Varianzanalyse<br /> zeigte, dass die Interaktion zwischen der<br /> Behandlung und den postprandialen Werten<br /> statistisch signifikant war (p < 0,001).<br /> ■ Der mittlere Gruppenunterschied bei<br /> den postprandialen Werten nach 1 h<br /> (20,2 mg/dl; 95 % KI 4,81–35,5) und nach<br /> 2 h (11,46 mg/dl; 1,03–21,9) war ebenfalls<br /> statistisch signifikant (p = 0,03 bzw.<br /> p = 0,01).<br /> ■ Folgende Nebenwirkungen wurden dokumentiert:<br /> Σ Übelkeit (1,7 % [Verumgruppe] vs. 3,3%<br /> [Placebogruppe])<br /> Σ Kopfschmerzen (5 % vs. 5%)<br /> Σ Benommenheit (29 % vs. 41,6 %)<br /> Schwitzen, Zittern, Herzrasen, Hautblässe<br /> oder kalte Extremitäten traten nicht auf.<br /> © 2011<br /> Elsevier Professional Education,<br /> München<br /> diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> © 2011<br /> Elsevier Professional Education,<br /> München<br /> Schlussfolgerungen<br /> Der blutzuckersenkende Effekt roher Coccinia<br /> grandis-Blätter wurde in dieser Studie gezeigt.<br /> Weitere Studien sind jedoch notwendig, um<br /> die Frage zu klären, welcher Wirkstoff mit welchem<br /> Mechanismus die Verbesserung der<br /> Glucosetoleranz hervorruft, und um die adäquate<br /> Wirkstoffdosis zu ermitteln.<br /> Zusammenfassung basierend auf dem<br /> Originalartikel:<br /> Blood Sugar Lowering Effect of Coccinia<br /> grandis (L.) J. Voigt: Path for a New Drug<br /> for Diabetes Mellitus<br /> M.A.A.K. Munasinghe, C. Abeysena,<br /> I.S. Yaddehige, T. Vidanapathirana,<br /> K.P.B. Piyumal<br /> Experimental Diabetes Research 2011;<br /> Artikel-ID 978762: 1–4<a href='http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/wp-content/uploads/2012/01/diaVIP_Zsfsg_Munasinghe.pdf'>diaVIP_Zsfsg_Munasinghe</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/31/kurzstudie-munasinghe-et-al-aus-experimental-diabetes-research-2011-artikel-id-978762-1%e2%80%934/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Kurzstudie Cavalot et al. aus Diabetes Care 2011; 34: 2237–2243</title><link>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/31/kurzstudie-cavalot-et-al-aus-diabetes-care-2011-34-2237%e2%80%932243/</link> <comments>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/31/kurzstudie-cavalot-et-al-aus-diabetes-care-2011-34-2237%e2%80%932243/#comments</comments> <pubDate>Tue, 31 Jan 2012 14:36:31 +0000</pubDate> <dc:creator>admin</dc:creator> <category><![CDATA[Folgeerkrankungen des Diabetes]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/?p=183658368</guid> <description><![CDATA[Im Rahmen einer 14-jährigen Nachbeobachtungsstudie erwiesen sich die postprandialen Blutzuckerwerte bei Typ-2-Diabetikern als prädiktiv für das Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse und die allgemeine Mortalität (Fazit der San Luigi Gonzaga Diabetes-Studie) Hintergrund Der Zusammenhang zwischen der postprandialen Blutzuckereinstellung und dem Auftreten von kardiovaskulären Ereignissen sowie der allgemeinen Mortalität wird gemeinhin kontrovers diskutiert. Dabei ist man sich zum [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen einer 14-jährigen Nachbeobachtungsstudie<br /> erwiesen sich die postprandialen<br /> Blutzuckerwerte bei Typ-2-Diabetikern als<br /> prädiktiv für das Auftreten kardiovaskulärer<br /> Ereignisse und die allgemeine Mortalität<br /> (Fazit der San Luigi Gonzaga Diabetes-Studie)<br /> Hintergrund<br /> Der Zusammenhang zwischen der postprandialen<br /> Blutzuckereinstellung und dem Auftreten<br /> von kardiovaskulären Ereignissen sowie<br /> der allgemeinen Mortalität wird gemeinhin<br /> kontrovers diskutiert. Dabei ist man sich zum<br /> Teil darüber uneinig, welcher Messwert das<br /> Risiko besser voraussagt: Nüchternglukose,<br /> postprandialer Blutzucker oder der HbA1c-<br /> Wert? Es gibt jedoch gewisse Hinweise darauf,<br /> dass vor allem die postprandialen Blutzuckerwerte<br /> wichtige Prädiktoren sind.<br /> Ziel der Studie<br /> Anhand dieser Langzeit-Follow-up-Studie<br /> (San Luigi Gonzaga Diabetes Study) sollte<br /> zum einen geklärt werden, ob die prädiktive<br /> Aussagekraft der postprandialen Blutzuckerwerte<br /> (ppBZ) im Hinblick auf kardiovaskuläre<br /> Ereignisse, die sich nach einem 5-jährigen<br /> Nachbeobachtungszeitraum gezeigt hatten,<br /> auch nach 14 Jahren noch nachweisbar ist.<br /> Zweitens sollte untersucht werden, ob sich<br /> mit dem ppBZ auch die allgemeine Mortalität<br /> prognostizieren lässt, wenn neben dem<br /> HbA1c-Wert auch die wichtigsten Blutzuckerunabhängigen<br /> Risikofaktoren berücksichtigt<br /> werden. Und drittens sollte geprüft werden,<br /> wie sich die prädiktive Aussagekraft der postprandialen<br /> Werte und des HbA1c darstellt,<br /> wenn Kategorien entsprechend den therapeutischen<br /> Zielen der American Diabetes Association<br /> gebildet werden.<br /> Studiendesign, Patienten<br /> und Methoden<br /> ■ Population: 505 konsekutive Typ-2-Dia -<br /> betiker<br /> ■ Bei Baseline (1995) Dokumentierung der<br /> wichtigsten kardiovaskulären Risikofaktoren<br /> und Untersuchung von fünf Parametern<br /> der Blutzuckerkontrolle (Nüchternwert<br /> und Blutzucker 2 h nach dem Frühstück,<br /> 2 h nach dem Mittagessen und vor dem<br /> Abendessen sowie der HbA1c)<br /> ■ Dokumentation der allgemeinen Mortalität<br /> und der kardiovaskulären Ereignisse im<br /> Laufe eines 14-jährigen Nachbeobachtungszeitraumes<br /> ■ Kategorisierung der Variablen anhand der<br /> therapeutischen Zielkriterien der American<br /> Diabetes Association (in „gute“ und<br /> „schlechte“ Werte; z. B. „gut“ = Nüchtern-<br /> Blutzucker 70–130 mg/dl (3,9–7,2 mmol/l)<br /> bzw. pp BZ < 180 mg/dl (< 10 mmol/l)).<br /> Ergebnisse<br /> ■ Während der Nachbeobachtung wurden<br /> 172 kardiovaskuläre Ereignisse (34,1%<br /> der Population) und 147 Todesfälle<br /> (29,1 %) beobachtet.<br /> ■ Bei separater Analyse aller 5 BZ-Parameter<br /> zeigte sich, dass der Blutzucker 2 h nach<br /> dem Essen sowie der HbA1c-Wert prognostische<br /> Aussagekraft für das Auftreten<br /> eines ersten kardiovaskulären Ereignisses<br /> und die Mortalität haben, nicht jedoch der<br /> Nüchternwert.<br /> ■ In einem Analysemodell mit gleichzeitiger<br /> Berücksichtigung aller fünf BZ-Parameter<br /> © 2011<br /> Elsevier Professional Education,<br /> München<br /> diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> © 2011<br /> Elsevier Professional Education,<br /> München<br /> der Blutzuckerkontrolle erwiesen sich folgende<br /> Messwerte als prädiktiv:<br /> Σ Für kardiovaskuläre Ereignisse: der Blutzuckerwert<br /> 2 h nach dem Mittagessen<br /> (HR 1,507; p = 0,010) und der HbA1c<br /> (HR 1,792; p = 0,002)<br /> Σ Für die Mortalität: der Blutzuckerwert 2 h<br /> nach dem Mittagessen (HR 1,885;<br /> p < 0,0001) und der HbA1c (HR 1,907;<br /> p = 0,002)<br /> ■ In einem Analysemodell, in das die Blutzuckerwerte<br /> 2 h nach dem Mittagessen und<br /> der HbA1c sowie die kardiovaskulären Risikofaktoren<br /> einbezogen wurden, erwiesen<br /> sich die folgenden Parameter der Blutzuckerkontrolle<br /> als Prädiktoren:<br /> Σ Für kardiovaskuläre Ereignisse: der Blutzuckerwert<br /> 2 h nach dem Mittagessen<br /> (HR 1,452; p = 0,021) und der HbA1c<br /> (HR 1,732; p = 0,004)<br /> Σ Für die Mortalität: der Blutzuckerwert 2 h<br /> nach dem Mittagessen (HR 1,846;<br /> p = 0,001) und der HbA1c (HR 1,896;<br /> p = 0,004)<br /> ■ Wurden das Alter und die Diabetesdauer<br /> im letztgenannten Modell als kontinuierliche<br /> Variablen eingesetzt, ergaben sich folgende<br /> HRs:<br /> Σ Für kardiovaskuläre Ereignisse: 1,455<br /> (1,060–1,998; p = 0,020) [ppBZ] und<br /> 1,919 (1,327–2,774; p = 0,001) [HbA1c]<br /> Σ Für die allgemeine Mortalität: 1,888<br /> (1,332–2,676; p < 0,0001) [ppBZ] und<br /> 1,887 (1,228–2,901; p = 0,004) [HbA1c]<br /> ■ Auch der Zusammenhang mit einzelnen<br /> HbA1c-Dezilen wurde untersucht:<br /> Σ Das geringste Risiko für kardiovaskuläre<br /> Ereignisse und Mortalität bestand im<br /> ersten Dezil (HbA1c ≤ 6,10 %). Diese<br /> Gruppe bestand zu 92,2 % aus rein<br /> diätetisch eingestellten Patienten, d. h.<br /> aus Patienten ohne Risiko für Hypo -<br /> glykämien.<br /> Σ Die HR begann sich ab dem 4. Dezil<br /> (HbA1c 7,01–7,40 %) gegenüber dem<br /> 1. Dezil statistisch signifikant zu unterscheiden:<br /> hier lag die HR für kardiovaskuläre<br /> Ereignisse bei 2,176 (1,028–<br /> 4,605; p = 0,042) und die HR für die<br /> Mortalität bei 2,532 (1,004–6,386;<br /> p = 0,049).<br /> Σ Das höchste Risiko bestand im 10. Dezil<br /> (HbA1c > 9,8 %): die HR für kardiovas -<br /> kuläre Ereignisse betrug 4,259 (1,870–<br /> 9,696; p = 0,001) und die HR für<br /> die Mortalität 5,012 (1,909–13,158;<br /> p = 0,001).<br /> Schlussfolgerungen<br /> Im Rahmen dieser 14-jährigen Langzeit-Follow-<br /> up-Studie waren sowohl die postprandialen<br /> Blutzuckerwerte als auch der HbA1c –<br /> nicht jedoch die Nüchternwerte – prädiktiv für<br /> das Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse und<br /> hinsichtlich der Mortalität, und zwar auch bei<br /> gleichzeitiger Adjustierung für Blutzucker-unabhängige<br /> Risikofaktoren.<br /> Dies unterstreicht die hohe prädiktive Aussagekraft<br /> postprandialer Werte neben dem<br /> HbA1c.<br /> Zusammenfassung basierend auf dem<br /> Originalartikel:<br /> Postprandial Blood Glucose Predicts<br /> Cardiovascular Events and All-Cause<br /> Mortality in Type 2 Diabetes in a 14-Year<br /> Follow-Up<br /> F. Cavalot, A. Pagliarino, M. Valle,<br /> L. Di Martino, K. Bonomo, P. Massucco,<br /> G. Anfossi, M. Trovati<br /> Diabetes Care 2011; 34: 2237–2243.<a href='http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/wp-content/uploads/2012/01/diaVIP_Zsfsg_Cavalot.pdf'>diaVIP_Zsfsg_Cavalot</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/31/kurzstudie-cavalot-et-al-aus-diabetes-care-2011-34-2237%e2%80%932243/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Kurzstudie Sherifali et al. aus Diabetes Care 2011; 34(8), 1794–1798</title><link>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/07/kurzstudie-sherifali-et-al-aus-diabetes-care-2011-348-1794%e2%80%931798/</link> <comments>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/07/kurzstudie-sherifali-et-al-aus-diabetes-care-2011-348-1794%e2%80%931798/#comments</comments> <pubDate>Mon, 07 Nov 2011 08:31:24 +0000</pubDate> <dc:creator>admin</dc:creator> <category><![CDATA[Allgemeinmaßnahmen / Schulung]]></category><guid isPermaLink="false">http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/?p=183658363</guid> <description><![CDATA[Effekt eines computergenerierten individualisierten Feedbacks auf die Blutzuckerkontrolle bei Diabetikern in der Gemeinde: eine randomisierte, kontrollierte Studie Zielsetzung der Studie Klärung der Frage, ob ein computergeneriertes, auf die Patienten zugeschnittenes Feedback bei Typ-2-Diabetikern zu einer Verbesserung der Blutzuckerkontrolle und der Lebensqualität führt Studiendesign, Patienten und Methoden ■ Offene, randomisierte, kontrollierte Studie ■ Patientenpopulation: 465 Typ-2-Diabetiker [...]]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Effekt eines computergenerierten individualisierten<br /> Feedbacks auf die Blutzuckerkontrolle<br /> bei Diabetikern in der Gemeinde:<br /> eine randomisierte, kontrollierte Studie<br /> Zielsetzung der Studie<br /> Klärung der Frage, ob ein computergeneriertes,<br /> auf die Patienten zugeschnittenes Feedback<br /> bei Typ-2-Diabetikern zu einer Verbesserung<br /> der Blutzuckerkontrolle und der<br /> Lebensqualität führt<br /> Studiendesign, Patienten und<br /> Methoden<br /> ■ Offene, randomisierte, kontrollierte Studie<br /> ■ Patientenpopulation: 465 Typ-2-Diabetiker<br /> im Alter von ≥ 40 Jahren aus Hamilton/<br /> Kanada mit einem HbA1c-Wert von ≥7%<br /> und einer Diabetesdauer von mindestens<br /> 1 Jahr<br /> ■ Patienten waren Teilnehmer des gemeindebasierten<br /> Diabetes-Programms „Diabetes<br /> Hamilton“, ein Programm, im Rahmen<br /> dessen die Teilnehmer bereits vor Studienbeginn<br /> regelmäßig evidenzbasierte Informationen<br /> erhielten und auf Ressourcen<br /> hingewiesen wurden, die in der Gemeinde<br /> zur Erleichterung des Diabetesmanagements<br /> zur Verfügung stehen<br /> ■ Durchschnittsalter der Population: 62<br /> Jahre; mittlerer HbA1c-Wert: 7,83%<br /> ■ Nach dem Ausfüllen eines Fragebogens<br /> zur diabetesbezogenen Gesundheit und<br /> zum Selbstmanagement erhielten die Patienten<br /> auf der Basis ihrer Antworten randomisiert<br /> entweder ein regelmäßiges<br /> computergeneriertes, evidenzbasiertes<br /> Feedback (Interventionsgruppe; n = 233)<br /> oder keines (Kontrollgruppe; n = 232). Die<br /> Kontrollgruppe erhielt weiterhin nur die allgemeinen<br /> Informationen im Rahmen des<br /> Diabetes-Programms wie bisher.<br /> ■ Das personalisierte Feedback beinhaltete (a)<br /> bis zu 20 automatisch generierte personalisierte<br /> Empfehlungen zu Blutzuckerkontrolle<br /> und Selbstmanagement (abhängig u. a. vom<br /> zwischenzeitlich gemessenen HbA1c-Wert),<br /> (b) eine Liste mit wohnortnahen Einrichtungen<br /> und (c) ein einfaches Diabetes-Tagebuch<br /> für diabetesbezogene Informationen.<br /> ■ Die Randomisierung erfolgte stratifiziert<br /> nach HbA1c-Wert (≥ 8,5 % vs. < 8,5 %).<br /> ■ Das Feedback war darauf ausgelegt, die<br /> Blutzuckerwerte auf < 7% zu senken. Weitere<br /> Ziele waren je nach Einzelfall z. B.:<br /> Raucherentwöhnung, Blutdruckkontrolle<br /> und Fußpflege.<br /> ■ 6 Monate nach Randomisierung wurde ein<br /> neuer Fragebogen ausgefüllt und HbA1c-<br /> Messungen durchgeführt. Die Interventionsgruppe<br /> erhielt weitere Empfehlungen,<br /> die 3 Monate später verstärkt wurden.<br /> ■ Primäres Zielkriterium: HbA1c-Veränderung<br /> nach 1 Jahr<br /> ■ Weitere Zielkriterien: Lebensqualität, Gesundheitsstatus,<br /> Diabetes-Selbstmanagement<br /> (18 empfohlene Verhaltensweisen)<br /> Ergebnisse<br /> ■ Am Ende des Beobachtungszeitraums war<br /> der HbA1c in der Interventionsgruppe absolut<br /> gesehen um 0,24 % (95 % KI –0,37 bis<br /> –0,12; p<0,001) und in der Kontrollgruppe<br /> absolut gesehen um 0,15 % (–0,27 bis<br /> –0,03; p = 0,01) niedriger als am Ausgangszeitpunkt.<br /> Im Gruppenvergleich<br /> betrug die Differenz nur 0,09 % (95 % KI<br /> –0,08 bis 0,26; p = 0,3).<br /> ■ Auch nach Adjustierung für den HbA1c-<br /> Ausgangswert, das Alter, die Schulbildung,<br /> den BMI und die Diabetesdauer blieb das<br /> Ausmaß der Effekte beider Interventionen<br /> gleich. Auch in den nach HbA1c-Ausgangswert<br /> stratifizierten Gruppen wurden<br /> vergleichbare Effekte festgestellt.<br /> © 2011<br /> Elsevier Professional Education,<br /> München<br /> diabetes-dialog<br /> Premium-News<br /> ■ Im Gruppenvergleich wurden in Bezug<br /> auf die Lebensqualitäts-Parameter, das<br /> Selbstmanagement-Verhalten und weitere<br /> klinische Outcomes keine signifikanten Unterschiede<br /> festgestellt.<br /> Schlussfolgerungen<br /> Ein computergeneriertes, auf die Patienten<br /> zugeschnittenes Feedback verbesserte<br /> HbA1c-Werte bei Typ-2-Diabetikern nach<br /> einem Jahr nicht stärker, als die Teilnahme an<br /> einem gemeindebasierten Diabetes-Programm.<br /> Zusammenfassung basierend auf dem<br /> Originalartikel:<br /> Effect of Computer-Generated Tailored<br /> Feedback on Glycemic Control in People<br /> With Diabetes in the Community<br /> D. Sherifali, J.L. Greb, G. Amirthavasar,<br /> D. Hunt, R.B. Haynes, W. Harper,<br /> A. Holbrook, S. Capes, R. Goeree,<br /> D. O’Reilly, E. Pullenayegum, H.C. Gerstein<br /> Diabetes Care 2011; 34(8), 1794–1798.<a href='http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/wp-content/uploads/2011/11/Zsfsg_Sherifali_2011.pdf'>Zsfsg_Sherifali_2011</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.premium-news-service.de/berlinChemie/archiv/07/kurzstudie-sherifali-et-al-aus-diabetes-care-2011-348-1794%e2%80%931798/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> </channel> </rss>
<!-- Performance optimized by W3 Total Cache. Learn more: http://www.w3-edge.com/wordpress-plugins/

Minified using disk
Page Caching using disk (enhanced) (User agent is rejected)
Database Caching 6/10 queries in 0.095 seconds using disk

Served from: premium-news-service.de @ 2012-05-20 10:19:31 -->
